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PARTNER NEWS
Chancen nutzen:
Kombination aus Flexibilität und Bewertungsdisziplin – ein wichtiger Erfolgsfaktor bei unruhigen Kapitalmärkten
Erscheinungsdatum:
16. September 2025
Finanzflüsse, Dollar-Schwäche und relative Performance am Aktienmarkt bestätigen vermehrt die bereits laufende Reduzierung der historisch großen USA-Konzentration in Indizes und Investorenportfolien. Gleichzeitig bietet der Rest der Welt historisch großen Value an. In einigen Märkten stehen Bewertungsmetriken
auf dem niedrigsten Percentil – so ordnet Martin Roßner, Fondsberater des ART Global Macro, die aktuelle Situation an den Kapitalmärkten ein. Eine detaillierte Einschätzung zu den globalen Märkten und der Bedeutung für seine Anlagestrategie erfahren Sie im Interview mit dem Geschäftsführer der ThirdYear GmbH.
ChampionsNews: Herr Roßner, für alle Leser die Ihren speziellen Investmentansatz noch nicht kennen – mögen Sie diesen zum Einstieg kurz erläutern?
Martin Roßner: Unser makroökonomischer Multi-Asset-Ansatz setzt auf eine systematische Strategie, die kurzfristige wirtschaftliche Prognosen nutzt, um historische Ursache-Wirkungs-Ketten in Echtzeit zu erkennen und ihre Auswirkungen auf die Finanzmärkte zu antizipieren. Die Kombination von quantitativer Technologie und fundamentaler Logik stellt eine sogenannte „quantamentale“ Strategie dar.
Welche Faktoren sind in unruhigen Zeiten, wie wir sie aktuell haben, wichtig für den Erfolg einer Anlagestrategie?
Roßner: Grundsätzlich ist es wichtig, das Risiko effektiv zu kontrollieren. Auch eine geringe Korrelation zu großen Indizes wie dem MSCI World ist aus unserer Sicht ebenso ein Erfolgsfaktor wie die Kombination aus Flexibilität und Bewertungsdisziplin, die wir auch in unserem Fonds dem ART Global Macro (ISIN: DE000A2P0U66) fest verankert haben. Die Bewertungssignale helfen uns beispielsweise in den aktuell herausfordernden Zeiten, sehr effektiv zu handeln und rechtzeitig auf Veränderungen - mit der notwendigen Flexibilität - im Marktumfeld zu reagieren.
Wie müssen wir uns das in der Praxis vorstellen?
Roßner: Auf Basis der Signale können wir beispielsweise bei größeren Abverkäufen eine defensive Positionierung einnehmen, Absicherungsgewinne mitnehmen oder bei einer bevorstehenden Erholung von strukturellen Long-Investments profitieren. Dies sind aber nur einige der Möglichkeiten. Unsere Strategie ist darauf ausgerichtet, in allen Marktphasen Chancen zu nutzen und Risiken aktiv zu managen.
Kommen wir zu den aktuellen Entwicklungen in den USA, wie beurteilen Sie insbesondere das Dauerthema der Zollpolitik?
Roßner: Seit Juni belegen Daten den inflationären Einfluss der höheren US-Zölle. Gleichzeitig stellt die Trump-Administration die Unabhängigkeit der Fed in Frage. Die Sonderstellung der US-Märkte wird also sowohl durch politische Unsicherheit als auch reduzierte Glaubwürdigkeit herausgefordert. Daraus entstehen Risiken über alle Anlageklassen hinweg.
Welche Konsequenzen ziehen Sie als Kapitalanleger – anhand ihrer „quantamentalen Strategie“ – aktuell daraus?
Roßner: Investoren sollten die Chancen nutzen, dass die US-Märkte in der Nähe des Allzeithochs notieren und US-amerikanische Positionen reduzieren. Beispielsweise sind Firmen im Sektor „Künstliche Intelligenz“ aktuell besonders optimistisch bewertet, während vorlaufende Indikatoren ein erhöhtes Rezessionsrisiko anzeigen. Zudem signalisiert der schwache U.S.-Dollar weiterhin die steigende relative Attraktivität anderer Länder sowie realer Assets.
Blicken wir nach vorne: Welche wirtschaftlichen Entwicklungen erwarten Sie für das zweite Halbjahr?
Roßner: Unsere Indikatoren deuten klar auf einen konjunkturellen Abschwung hin – begleitet von trügerisch hohen Aktivitätsdaten, die durch vorgezogene Importe vor neuen Zöllen getrieben werden. In den USA sehen wir stagflationäre Tendenzen, international rechnen wir mit einer Rezession. Die Fed reagiert bislang moderat, doch aus unserer Sicht dürfte sich der Zinssenkungszyklus fortsetzen oder gar beschleunigen.
Was bedeuten die kurz- und mittelfristigen Analysen für die Portfolioallokation des ART Global Macro?
Roßner: Im aktuellen Umfeld setzen wir auf Diversifikation über Länder und Anlageklassen hinweg – und erstmals seit Fondsstart auch intensiv auf defensive Anleihen. Die marktpositivere Politik in Deutschland und China führt zum Beispiel zu positiven konjunkturellen Impulsen und fungiert als Katalysator für dortige Value-Investments. Der disinflationäre Einfluss der höheren Zölle im Rest der Welt erzeugt zudem Value-Chancen in Anleihen, die von der Fortsetzung und möglichen Beschleunigung des Zinssenkungszyklus profitieren würden. Sollte sich die besonders riskante Frühphase einer Rezession bestätigen, sind wir bereit, auch Short-Positionen in Aktienindizes einzugehen.
Eine Zusammenfassung Ihrer Anlegerrechte in deutscher Sprache finden Sie auf www.universal-investment.com/media/document/Anlegerrechte. Zudem weisen wir darauf hin, dass Universal Investment bei Fonds für die sie als Verwaltungsgesellschaft Vorkehrungen für den Vertrieb der Fondsanteile in anderen EU-Mitgliedstaaten getroffen hat, beschließen kann, diese gemäß Artikel 93a der Richtlinie 2009/65/EG und Artikel 32a der Richtlinie 2011/61/EU, insbesondere also mit Abgabe eines Pauschalangebots zum Rückkauf oder zur Rücknahme sämtlicher entsprechender Anteile, die von Anlegern in dem entsprechenden Mitgliedstaat gehalten werden, aufzuheben.