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Die Idee dahinter:
Markowitz meets Buffett

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Autor: Stefan Riße, ACATIS Investment

Erscheinungsdatum:

03. November 2023

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Zwei Wege – vereinigt in einer Strategie.

Breit diversifizieren oder konzentriertes Portfolio? Diese Diskussion ist so alt wie das Portfolio Management selbst. Aber gibt es vielleicht auch die Möglichkeit, beide Philosophien miteinander zu vereinen? Diesen Versuch macht All Stars Fondsservice gemeinsam mit ACATIS Investment als Fondsberater. Wie diese Strategie genau 

umgesetzt wird und wie sie sich bewährt hat, zeigt dieser Gastbeitrag, in dem unter anderem Walter Schmitz, Geschäftsführer von All Stars Fondsservice, und Dr. Hendrik Leber, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von ACATIS Investment, zu Wort kommen.

In der Welt der Kapitalanlage gibt es eine dominante Portfoliotheorie, und zwar die des US-amerikanischen Ökonomen Harry M. Markowitz. Jeder, der sich mit dem Managen von Portfolios beschäftigt, kennt sie. Sehr vereinfacht besagt sie im Grunde eines: Diversifikation minimiert Schwankungen und damit auch das Risiko einer Kapitalanlage bei gleicher Rendite. Die Richtigkeit dieser Aussage ist an zahllosen realen Beispielen und Berechnungen nachgewiesen. Markowitz erhielt dafür sogar den Nobelpreis – so weit so gut. Dem widersprechen aber die berühmten Value-Investoren Warren Buffett und sein Partner Charlie Munger. Sie halten die Risiken für geringer, wenn man in wenige Unternehmen investiert, die man gut kennt, anstatt in 50 oder 100, die man nicht alle im Detail kennen und verstehen kann, und unter denen sich dann faule Eier befinden können. Auch könne man mit Markowitz‘ Ansatz schließlich nur durchschnittliche Renditen erzielen. Die beiden setzen daher auf ein konzentriertes Portfolio aus Beteiligungen und Aktien, das sie in aller Tiefe zu verstehen versuchen. Die Vergangenheit und die Performance ihrer Investment Holding, Berkshire Hathaway, beweist seit Jahrzehnten, dass ihnen dieses tatsächlich gelingt. Wem sollte man nun also folgen? Markowitz‘ Mainstreamtheorie oder Buffett? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Es hängt vom Anlegertyp ab. Ist er tatsächlich in der Lage, seine Investments so gut zu kennen, dass er über die Auswahl der richtigen Unternehmen mit entsprechend stabilen Ergebnissen die Risiken minimieren kann, oder kann er dies nicht? Im zuletzt genannten Fall ist er wahrscheinlich bei Markowitz‘ Portfoliotheorie besser aufgehoben.

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Dr. Hendrik Leber, ACATIS Investment
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Walter Schmitz, All Stars Fondsservice

Das Beste aus beiden Welten

Walter Schmitz, ein Urgestein der deutschen Investmentfondsszene hat sich die Frage gestellt, ob man nicht beide Ansätze vereinen könne. „So kam ich auf die Idee des Aktienfonds All Stars 10x10, den ich vor gut einem Jahr mit unserer Firma All Stars Fondsservice aufgelegt habe, mit dem bekannten Vermögensverwalter ACATIS Investment als Fondsberater“, so Walter Schmitz. Das Ergebnis ist ein Aktienfonds, der zehn konzentrierte Portfolios in einem Fonds vereint, die jeweils ein Portfolio Manager von ACATIS verantwortet. „So ist die Streuung am Ende breit und doch besteht eine tiefe Kenntnis der einzelnen Portfolios durch den jeweiligen Portfolio Manager“, sagt Dr. Hendrik Leber, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von ACATIS Investment. Damit es nicht zu großen Überschneidungen kommt, haben alle zehn Portfolios eine ganz individuelle Ausrichtung. Da sind zum Beispiel die „Top Giganten“, deren Zusammenstellung sich allein aus der Marktkapitalisierung ergibt. Hier versammeln sind die wertvollsten Unternehmen der Welt, die dies nicht grundlos geworden sind: Sie weisen eine herausragende Wachstumsstory auf und sind etablierte Player in ihren Branchen. Ganz vorne steht Apple, ein Unternehmen, das heute weit mehr als ein Hersteller von Smartphones, Tablets, Computern und Smart Watches ist. Apple hat ein Eco-System erschaffen, aus dem man, ist man einmal drin, nicht mehr herauskommt.

Ein weiteres Portfolio nennt sich „Top Ertrag“. Dabei geht es um Unternehmen mit extrem hohen Gewinnmargen, beispielsweise Taiwan, Semiconductor oder kurz TSMC. „TSMC versorgt die gesamte Welt mit Computerchips. Auch der derzeit gehypte Chiphersteller NVIDIA lässt bei TSMC bauen, und keiner wird TSMC in den nächsten Jahren ersetzen können“, sagt Kevin Endler, der für dieses Portfolio zuständige Manager von ACATIS Investment. Im Portfolio „Zukünftige Marktführer“ befindet sich beispielsweise NVIDIA. Kein Wunder, das US-Unternehmen zieht im Zuge von KI-Anwendungen gerade an Konkurrenten wie AMD und Intel in Windeseile vorbei. Ein weiteres Portfolio heißt „Top Dividende“, das der Leiter des aktiven Portfolio Managements bei ACATIS, Johannes Hesche, verantwortet. „Hier sind zehn Unternehmen versammelt, die sich durch kontinuierliche Dividendenzahlungen auszeichnen, wie beispielsweise Coca-Cola, vielleicht mein Lieblingstitel in diesem Portfolio“, sagt Johannes Hesche. Coca-Cola ist eine der großen Weltmarken. Doch laut dem Marktforschungsunternehmen Kantar gehört sie nicht mehr zu den zehn wertvollsten Marken der Welt. Auch die bilden ein Portfolio, darunter LVMH, die es mit der Marke Louis Vuitton schafft, Handtaschen für 5.000 Euro und mehr an die Frau und den Mann zu bringen, die wahrscheinlich in der Herstellung keine 100 Euro kosten. Die zehn nachhaltigsten Titel dürfen natürlich nicht fehlen. Einer, den der verantwortliche Portfolio Manager David Houdek besonders mag, ist Schneider Electric. „70 Prozent der Schneider-Electric-Umsätze tragen direkt zu einem der nachhaltigen Entwicklungsziele der UN bei“, so David Houdek.

Weitere Portfolios neben den genannten beinhalten die „Top Gewinner“, die derzeit die größten Marktanteile in ihrer Branche abräumen. Genauso gibt es aber auch die Kategorie „Beständigkeit“, „Top Gesundheit“, „Top Zukunftsgestalter“. „Wir sind uns sicher, damit einen Fonds geschaffen zu haben, der nicht nur weiter Outperformance liefern kann, sondern den der Anleger auch versteht“, sagt Walter Schmitz. Bisher scheint der Markt der Idee recht zu geben. In den vergangenen 12 Monaten (Stand: 31.10.2022 bis 31.10.2023) legte der Fonds um knapp 9,3 Prozent zu (Anteilklasse R) und damit rund sechs Prozent mehr als die Benchmark MSCI World NR (Euro), bei einer nur leicht höheren Volatilität von 14,95 Prozent.


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