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Fakten statt Meinungen – Schwellenländer im Fokus
Erscheinungsdatum:
24. September 2024
Der BKC Emerging Markets Renten (DE000A2AQZJ8) ist ein nachhaltig gemanagter Schwellenlandanleihefonds, der alle wesentlichen Risikoprämien der Anlageklasse in seinem Konzept vereint. Sowohl Hartwährungen in Euro und US-Dollar, als auch Lokalwährungen gehören zum Grundaufbau. Er kann in Staats- und quasi-staatliche Anleihen, wie auch in Unternehmensanleihen aller Rating-Kategorien
investieren. Ein besonderer Fokus des Asset Management-Ansatzes liegt auf der Identifizierung von Fehlbepreisungen bzw. Relative-Value-Gelegenheiten auf und zwischen Emittentenkurven. Die Differenzierungsmerk- male und den besonderen Ansatz des Fonds erläutert Marian Heller, Asset Manager, Bank für Kirche und Caritas eG (BKC), im Interview.
Marian Heller: Schwellenlandanleihen gibt es in Euro, in US-Dollar sowie in zahlreichen Lokalwährungen. Jeder Währungsraum bringt seine eigenen Zins- und Inflationsdynamiken mit sich. Da hier völlig unterschiedliche Prämien generiert werden, macht für die meisten Anleger eine Teilhabe in allen drei Segmenten Sinn, um sich optimal zu diversifizieren. Im US-Dollar, aber auch in vielen anderen Währungsräumen, lassen sich aktuell höhere Zinsen als im Euro verdienen, zusätzlich bestehen Chancen auf Kursgewinne über Währungsaufwertungen. Die konstruktive Euro-Quote im Fonds glättet hingegen die Volatilität aus Währungsbewegungen gegenüber reinen Fremdwährungsfonds und bietet Gelegenheit für Relative-Value-Opportunitäten sowie Rücklagen für Umschichtungen. Taktisch kann im Fonds vom neutralen Drittel-Mix abgewichen werden, um kurzfristige Opportunitäten in bestimmten Währungsräumen oder bei Kreditprämien zu nutzen. Mit dieser Struktur ist der Fonds besonders für solche Anleger geeignet, die die komplexe Frage der optimalen Allokation zwischen den einzelnen Teilsegmenten innerhalb der Schwellenlandanleihen auslagern möchten.
Wonach richtet sich die Entscheidung, in welche Währungs- bzw. Zinsräume investiert wird?
Für die BKC gilt im Investment-Ansatz stets der Grundsatz „Fakten statt Meinungen“: Belast- und bewertbare Fakten über die Ist-Situation haben strikten Vorrang vor Prognosen und Meinungen über zukünftige Entwicklungen. Wann ein bestimmter Währungsraum übergewichtet wird, bestimmt sich auf Basis eines streng regelbasierten und prognosearmen Konzeptes, das unter anderem folgende Parameter umfasst:
- Relative Attraktivität des Realzinses: Je höher der Zins nach Abzug der lokalen Inflation, desto mehr Kapital fließt dem Währungsraum zu, was häufig in Aufwertungen resultiert.
- Fundamentale Bewertung der Währung: Je günstiger die Währung auf Basis langfristiger Bewertungskennzahlen (z. B. Kaufkraftparität, realer effektiver Wechselkurs), desto höher ist die Wahrscheinlichkeit mittelfristiger Währungsaufwertungen.
- Trendstärke: Mit positivem Trend im Rücken erhöht sich das Vertrauen und damit die Wahrscheinlichkeit weiterer Währungsgewinne, vor allem, solange die fundamentale Bewertung weiterhin günstig bleibt.
- Wirtschaftliche Rahmendaten: Entscheidend ist, dass die Höhe des Zinses ausreichend Kompensation für das Landes- beziehungsweise Währungsrisiko bietet. Risikominimierend wirken sich z. B. positive Trends bei Leistungsbilanz und Wirtschaftswachstum sowie eine nachhaltige Fiskalpolitik aus.
- Funktion der Währung im Portfoliokontext: Je stärker die Eigendynamik einer Währung, desto wirksamer ist die Diversifikationseigenschaft für das Portfolio. Ein wichtiges Prinzip für diesen Fonds ist eine ausbalancierte Verteilung der Währungen in offensive und defensive Bausteine. Insgesamt finden sich aktuell Anleihen aus 17 Währungsräumen im Fondsportfolio.
Stichpunkt Kreditprämien: Wie positioniert sich der Fonds hier in der momentanen Situation?
Aktuell hält der BKC Emerging Markets Renten bewusst ein Übergewicht in stärkeren Bonitäten, da uns die Mehrrenditen in offensiveren Profilen oft nicht hoch genug sind. Das gibt uns im Gegenzug ausreichend Rücklagen, um beherzt zugreifen zu können, sollten die Risikoaufschläge in einem risikoaversen Marktumfeld wieder anziehen. In Einzelfällen gibt es aber in allen Rating-Kategorien immer wieder attraktive Relative-Value-Gelegenheiten; diese sind bei Schwellenlandanleihen in der Regel besonders hoch ausgeprägt. So gelingt dem Fonds auch die attraktive Endfälligkeitsrendite von 6,02 % bei einem Durchschnitts-Rating von BBB+ und einer mittleren Duration von 5,83 Jahren*.
*Kennzahlen per 30.08.2024
Eine Zusammenfassung Ihrer Anlegerrechte in deutscher Sprache finden Sie auf www.universal-investment.com/media/document/Anlegerrechte. Zudem weisen wir darauf hin, dass Universal Investment bei Fonds für die sie als Verwaltungsgesellschaft Vorkehrungen für den Vertrieb der Fondsanteile in anderen EU-Mitgliedstaaten getroffen hat, beschließen kann, diese gemäß Artikel 93a der Richtlinie 2009/65/EG und Artikel 32a der Richtlinie 2011/61/EU, insbesondere also mit Abgabe eines Pauschalangebots zum Rückkauf oder zur Rücknahme sämtlicher entsprechender Anteile, die von Anlegern in dem entsprechenden Mitgliedstaat gehalten werden, aufzuheben.
Bei einer Anlage in einen Fonds handelt es sich um eine risikobehaftete Anlage, so dass die Anleger des Fonds einen Wertverlust bis zu einem Betrag erleiden können, der einem Totalverlust des gesamten in die Anteile an dem Fonds investierten Kapitals entspricht. Dementsprechend sollten potenzielle Anleger über eine angemessene und ausreichende Liquidität verfügen, um einen Totalverlust ihrer Anlage in den Fonds wirtschaftlich tragen zu können. Bei der Entscheidung, in den beworbenen Fonds zu investieren, sollte der Anleger auch die nachhaltigkeitsrelevanten Aspekte hinsichtlich der Merkmale oder Ziele des beworbenen Fonds, wie sie im Verkaufsprospekt dargestellt sind, berücksichtigen. Weitere Informationen zu den Nachhaltigkeitsaspekten des BKC Emerging Markets Renten können dem Webdokument entnommen werden. Dieses finden Sie unter https://fondsfinder.universal-investment.com/de/DE/Funds/DE000A2AQZJ8/downloads.