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Volastrategien – Alle gleich?
Erscheinungsdatum:
24. September 2024
Wenige Risikoprämien an den Kapitalmärkten haben die Eigenschaften der Volatilitätsprämie. Sie bietet attraktive Renditen, ist klar definierbar und dabei sehr liquide. Über die Zeit sind unterschiedliche Anlagestrategien entstanden, die diese Prämie vereinnahmen möchten. Auf
den ersten Blick erscheinen sie vielleicht ähnlich. Bei genauer Betrachtung offenbaren sich jedoch deutliche Unterschiede, die sich vor allem in Stressphasen am Markt zeigen. Worauf muss also ein Investor bei der Auswahl dieser Konzepte achten?
Über die Jahre sind verschiedene Anlagekonzepte entstanden, die versuchen, diese Prämie jeweils am besten zu vereinnahmen. Für Investoren ist es nicht immer leicht, die Unterschiede zwischen den Anlagestrategien zu erkennen und vor allem die kritischen Faktoren für die Auswahl zu identifizieren. Aufgrund unserer Team-Erfahrung aus über einer Dekade im Bereich der Volatilitätsstrategien wollen wir auf die aus unserer Sicht wichtigsten Kriterien für erfolgreiche Konzept eingehen. Im Wesentlichen sind es die folgenden vier Punkte:
1. Absichern oder nicht?
Die meiste Zeit ist die Volatilitätsprämie positiv, in den seltenen Stress- oder Krisenphasen an den Märkten wird aber die verkaufte Versicherung fällig und der Schaden muss beglichen werden. Wie ist das jeweilige Konzept auf solche Fälle vorbereitet? Die eingetretenen Verluste fallen innerhalb kürzester Zeit an, so dass aktive verlustbegrenzende Maßnahmen zu spät oder sehr teuer sind. Daher sollte eine Volatilitätsstrategie zu jedem Zeitpunkt Gegenpositionen im Portfolio haben, die Verluste effektiv begrenzen oder im Idealfall sogar überkompensieren können.
2. Nicht überoptimieren
Volatilitätsstrategien werden fast ausschließlich über Derivate abgebildet. Diese Instrumente sind sehr vielseitig und verleiten oftmals dazu, Anlagestrategien recht komplex zu gestalten, um sie vermeintlich zu verbessern. In der Realität bedeutet dies jedoch meist Intransparenz über die konkrete Renditequelle und die eingegangenen Risiken. Es führt zudem zu einer Fragilität des Konzepts, da mit Annahmen, zum Beispiel zu Korrelationen, gearbeitet wird und diese in der Praxis nicht immer so eintreten. Diskretionäre Strategien haben einen größeren Nachteil, da sich Märkte schneller entwickeln können, als Menschen Entscheidungen treffen oder handeln, und Emotionen wie Angst und Überkonfidenz zu Fehleinschätzungen führen können. Geeigneter sind systematische Ansätze mit einer klaren Philosophie, die eine gute Balance zwischen Adaptivität und Robustheit verfolgen.
3. Faktor Mensch
Eine Strategie kann nur so gut sein wie die Personen, die sie umsetzen. Die Erfahrung des Teams ist daher von zentraler Bedeutung für den langfristigen Erfolg des Konzepts und betrifft mehrere Bereiche. Der wichtigste Punkt ist die Erfahrung in Krisenzeiten, wie etwa während der Corona-Krise. Extreme Marktbewegungen, schwankende Liquidität, Handelsunterbrechungen und weitere Herausforderungen sind ein echter Stresstest für das Konzept, die Systeme, die Handelswege und vor allem für die handelnden Personen. Um dies erfolgreich für die Investoren zu bewältigen, braucht es langjährige Erfahrung und ein tiefes Marktverständnis, um auch mit solchen Phasen umzugehen, sowie die genaue Kenntnis über die genutzten Portfolioprogramme, IT-Systeme, Risikoüberwachung und Handelsmöglichkeiten.
4. Set-up
Ein Faktor, der bei der Auswahl von Volatilitätsfonds noch wichtiger ist als bei anderen Asset-Klassen, ist das Set-up. Darunter fällt nicht nur die Ausstattung der handelnden Personen mit Ressourcen wie Rechenkapazität, Datenversorgung, IT-Systemen et cetera, sondern die gesamte Ausrichtung des Unternehmens auf Volatilitätsstrategien. Diese sind meist derivativ und quantitativ und unterscheiden sich in ihren Anforderungen von vielen traditionellen Konzepten. Daher stehen diese im Idealfall im Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns und bekommen alle notwendigen Budgets und Ressourcen.
Fazit: Seit der Corona-Krise sind verschiedene Konzepte im Bereich Volatilitätsprämie auf den Markt gekommen. Da es seitdem zu keiner echten Krise kam, sind die Schwächen dieser Fonds oftmals noch nicht erkennbar. Die dargestellten Punkte können ein hilfreicher Leitfaden sein, um mögliche Problemfelder vor einer Investition zu identifizieren.
Die Volatilitäts-Strategien von Empureon auf einen Blick:
Empureon Volatility One Fund (ISIN DE000A3D9GL3 (AK I))
Empureon Volatility One Fund (ISIN DE000A3D9GN9 (AK R))
Empureon Volatility ESG One Fund (ISIN DE000A3D9GU4 (AK I))
Empureon Volatility ESG One Fund (ISIN DE000A3D9GW0 (AK R))
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