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Renditepotenzial von Tech-Aktien nutzen
Erscheinungsdatum:
05. Dezember 2023
Aktive Asset-Klassen-Diversifikation dürfte laut der Einschätzung von Fisch Asset Management auch 2024 essenziell bleiben. Der Asset Manager stellt dazu eine innovative Lösung vor, die das langfristige Potenzial von Technologieaktien mit defensiven Qualitätsdividendenaktien kombiniert. Zusätzlich wird das Disruptionspotenzial kleinerer innovativer Unternehmen über Wandelanleihen erschlossen. Der Publikumsfonds soll im ersten Halbjahr 2024 aufgelegt werden. Wie dieses neuartige Konzept funktioniert, erklären die Portfolio Manager Philippe Gehrig und Thomas Fischli Rutz von Fisch Asset Management im Gastbeitrag.
Technologieaktien: prinzipiell äußerst profitabel, aber nervenaufreibend
Technologieaktien sind auch langfristig erfolgreich: Wer 1990 in den Nasdaq 100 investiert hätte, könnte sich jetzt über eine Gesamtrendite von rund 8.500 Prozent freuen, dreimal so viel wie beim breiten S&P 500. Rückgänge wie 2022, mit zwischenzeitlich über 35 Prozent, oder das Platzen der Dotcom-Bubble Anfang des neuen Jahrtausends verlangen einen langen Atem. Trotz der langfristigen Outperformance fehlt den Anlegern aber oftmals dieses Durchhaltevermögen. Sie handeln dann prozyklisch, wodurch sie ihre ursprünglichen Renditeerwartungen gefährden. Im Wissen um diese hohen Schwankungen stellt sich die entscheidende Frage: Wie vermeiden Anleger die teils substanziellen zwischenzeitlichen Verluste, die ein langfristig lukratives Technologieportfolio mit sich bringt? Die Lösung ist eine dynamische Asset-Allokation, um die Gewichtung von Technologieaktien aktiv und dem Anlageumfeld entsprechend anzupassen. Fisch Asset Management arbeitet gerade an der Umsetzung dieses Ansatzes in einem Publikumsfonds, der im ersten Halbjahr 2024 aufgelegt werden soll.
Dividendenaristokraten: „Gegenteil“ von Tech
Technologieunternehmen verfügen über gefragte Eigenschaften wie Innovationskraft, Disruptionspotenzial und schnelles Wachstum. Für eine optimale Ergänzung braucht es einen Investmentstil, der das genaue Gegenteil verkörpert. Unternehmen, die eine solide finanzielle Basis, konsistente Erträge sowie zuverlässige Dividendenausschüttungen aufweisen – sogenannte Dividendenaristokraten. Diese Unternehmen verfügen über Dividendenausschüttungen pro Aktie, die 25 Jahre oder länger kontinuierlich erhöht wurden. Der Fokus auf Substanz wirkt sich risikomindernd aus und führt zu geringeren Kursschwankungen im Portfolio. Der maximale Rückgang liegt bei diesen Aktien nur bei rund 50 Prozent. Ein starker Kontrast zu den rund 90 Prozent bei Technologieunternehmen.
Erfolgsfaktor: Wechsel der Investmentstile
Da auch die Dividendenaristokraten langfristig eine Outperformance gegenüber dem breiten Markt erzielen, würde bereits ein Buy-and-Hold-Investment funktionieren. Wesentlich besser ist aber eine Kombination beider Investmentstile. Durch die unterschiedlichen Eigenschaften weisen sie nach Abzug des Marktbetas eine hohe negative Korrelation auf, die ausgenutzt werden kann. Der Schlüssel zum Erfolg ist der Mechanismus, der es ermöglicht, zum richtigen Zeitpunkt zwischen den Investmentstilen zu wechseln. Ein Wechsel abhängig vom Liquiditäts- und Wirtschaftszyklus ist dabei erfolgversprechend. Denn eine steigende Liquidität wirkt konjunkturfördernd, wovon Wachstums- und Technologieunternehmen profitieren. Sinkt hingegen die Liquidität, erhöht dies das Sicherheitsbedürfnis der Anleger, wodurch der Fokus auf Substanz- und Qualitätsunternehmen liegt.
Zusätzliche Stabilisierung des Portfolios durch einen Anteil an Wandelanleihen
Dass sich Innovation nicht aufhalten lässt, hat die Vergangenheit oft genug gezeigt. Es ist daher sinnvoll, zusätzlich zu den beiden großkapitalisierten Investmentstilen einen fixen Anteil an innovativen, im besten Fall disruptiven, Unternehmen zu halten. Eine Eigenschaft, die vor allem bei kleinkapitalisierten Unternehmen anzutreffen ist. Sie bergen enorme Chancen, im Regelfall aber auch höhere Risiken. Häufig werden in frühen Phasen überhöhte Erwartungen in die Bewertung einzelner Unternehmen projiziert. Dabei besteht das Risiko, dass es im Zeitablauf zu Enttäuschungen kommt, die sich drastisch im Preis niederschlagen. Fisch Asset Management ist daher davon überzeugt, dass sich gerade in diesem Segment eine Investition in Wandelanleihen besonders anbietet, da sie durch die Konvexität einen Schutz bei fallenden Kursen liefern.
Wandelanleihen und Aktien in Kombination
Das Resultat ist eine Strategie, mit der die Synergien aus Wandelanleihen (circa 40 Prozent des Portfolios) und Aktien (circa 60 Prozent) genutzt werden können. Modellrechnungen zeigen, dass die beschriebene Anlagestrategie historisch betrachtet sehr gut funktioniert. Das Resultat in der Rückrechnung sind technologieartige Renditen mit stark reduzierten Drawdowns.