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PARTNER NEWS
„Im Multi-Asset-Bereich der EB-SIM laufen alle Stränge der Expertise zusammen“
Erscheinungsdatum:
01. Mai 2024
Seit April 2018 ist Sebastian Kösters für den EB – Sustainable Multi Asset Invest (ISIN: DE000A1JUU95) verantwortlich, einen defensiven Mischfonds mit einem gegenwärtigen Fondsvermögen von rund 120 Millionen Euro. Vorsicht zahlt sich für Anleger über lange Sicht aus, betont Kösters im Interview.
Sebastian Kösters: Die Aktienmärkte haben in der Tat in den vergangenen Monaten mit deutlichen Kursanstiegen geglänzt. Auch Renteninvestoren profitieren jetzt von hohen Ausgangsrenditen, anders als in den vergangenen zehn Jahren. Andere Kapitalanlagen wie Infrastrukturinvestments, Rohstoffe und Gold laufen momentan ebenfalls sehr gut. Die Kombination ergibt Multi-Asset-Strategien. Für diese Allwetterfonds ist momentan der vielversprechendste Kapitalanlagezeitraum. Anleger sollten jedoch geopolitische Risiken, die hohen Bewertungsaufschläge sowie die hohe Konzentration an den Aktienmärkten auf einige wenige Aktien nicht aus den Augen lassen. Defensive Multi-Asset-Strategien mit ausgewogenem Risiko-Management helfen, der teils scharfen Volatilität an den Märkten die Spitze zu nehmen.
Wie gewichten Sie die Anlageklassen im EB – Sustainable Multi Asset Invest?
Kösters: Die Aktienquote ist auf maximal 30 Prozent begrenzt, um das Risiko im Zaum zu halten. Die finale Asset-Allokation basiert auf hauseigenen langfristigen Rendite- und Risikoprognosen, die wir jährlich anpassen. Daraus ergibt sich die Basis-Allokation des EB – Sustainable Multi Asset Invest. Dabei weichen wir von der Basis-Allokation ab, wenn aktuelle Marktentwicklungen und -erwartungen es erforderlich machen, um das Risiko-Rendite-Profil des Fonds zu verbessern. Ein Beispiel: Um von der Rally an den Aktienmärkten zu profitieren, liegt unsere Aktien-Allokation aktuell nahe bei der möglichen Maximalquote von 30 Prozent. Gleichzeitig ist Gold via eines ETC derzeit mit einem Anteil von 5 Prozent hoch gewichtet.
Die Aktien von Goldproduzenten haben sich in den vergangenen Jahren oft sehr schlecht entwickelt, nicht zuletzt, weil die Produktion als umweltschädigend gilt. Warum hat Edelmetall im EB – Sustainable Multi Asset Invest einen Platz?
Kösters: Als Fondsberater mit nachhaltigem Auftrag versuchen wir, so nachhaltig und sinnvoll wie möglich zu investieren. Einzelne Anbieter von Gold-ETCs gehen ein gezieltes Engagement mit Minenbetreibern ein. So wird sichergestellt, dass Gold möglichst nachhaltig produziert wird. Andere Anbieter machen das nicht. Wir entscheiden uns für die Anbieter mit entschiedenem Nachhaltigkeitsansatz. Ähnliches geschieht in anderen Asset-Klassen.
Inwieweit setzen Sie auf alternative Assets für Stabilität im Portfolio?
Kösters: Ein sehr beträchtlicher Teil der Ressourcen der EB-SIM ist auf Infrastrukturanlagen, Private Equity und Private Debt ausgerichtet. Es werden Kapitalmittel eingesammelt, um sie beispielsweise in den Bereich der Erneuerbaren Energien und die dafür benötigte Infrastruktur zu investieren, in Wind- und Solarparks sowie Wasserkraftwerke. Die entsprechenden Produkte setzen wir im Multi-Asset-Bereich für unsere Kunden ein. Bei alternativen Investitionen wie Infrastruktur schätzen wir den rentenähnlichen Charakter der Assets, ihre Wertbeständigkeit und planbare Ausschüttungen.
In welcher Höhe können Anleger Ausschüttungen erwarten?
Kösters: Der EB – Sustainable Multi Asset Invest mit einem gegenwärtigen Fondsvolumen von rund 120 Millionen Euro schüttet die sogenannten ordentlichen Nettoerträge des Fonds grundsätzlich aus. Seitdem am Rentenmarkt wieder auskömmliche Renditen zu erzielen sind und auch die Dividendenrendite von Aktien teils recht ordentlich ausfällt, können sich die Anleger über höhere Ausschüttungen freuen als es in den vergangenen zehn Jahren der Fall war. 2023 hat der Fonds 2,7 Prozent ausgeschüttet, einen ähnlichen Wert erwarten wir auch im laufenden Jahr. Mit Kursgewinnen, die mit der Niedrigzinsphase der vergangenen Jahre zusammenhängen, haben wir ein solides Sicherheitspolster aufgebaut. Dadurch können wir eine gewisse Ausschüttungshöhe gewährleisten. Unsere Anleger, wie beispielsweise Stiftungen, brauchen ordentliche Erträge aus ihren Anlagen und entscheiden sich daher für uns.
Die Zinsen dürften in den kommenden Quartalen sinken, was erwarten Sie von den Märkten?
Kösters: Die Erwartungen für Leitzinssenkungen werden aktuell immer weiter in die Zukunft verschoben. Mit Blick auf die USA ist gar nicht sicher, ob die Zinsen in diesem Jahr überhaupt noch gesenkt werden. Für Aktieninvestoren ergeben sich in dieser Gemengelage natürlich Chancen. Inzwischen hängt die Wertentwicklung des Marktes nicht mehr nur von einzelnen Großunternehmen ab, sondern steht inzwischen auf breiteren Füßen – was gesund ist. Wenn die Zinsen allerdings nicht so schnell sinken wie von vielen Marktteilnehmern erwartet, können auch Anleihen weiterhin auskömmliche Renditen bieten. Insgesamt gilt es aber, die Risikofaktoren weiterhin im Blick zu behalten.
Was finden institutionelle Anleger bei der EB – Sustainable Investment Management GmbH, was andere Vermögensverwalter nicht haben?
Kösters: Der Multi-Asset-Bereich der EB-SIM profitiert von allen Bereichen des Unternehmens. Hier laufen alle Stränge der Expertise zusammen: Die Sparte der Infrastruktur-Investments, betreut von unseren Kollegen in Köln, die Aktienexpertise und die Fixed-Income-Strategien von unseren Teams in Frankfurt. Das gesamte, konzentrierte Wissen des Unternehmens wird in der Multi-Asset-Strategie gebündelt.
Zum Abschluss eine persönliche Frage: Warum haben Sie sich für EB-SIM als Arbeitgeber entschieden?
Kösters: Die Evangelische Bank hatte vor Jahren das Ziel, den Bereich nachhaltige Kapitalanlage groß auszubauen. Die Bank fühlt sich zwar schon seit Jahrzehnten genau diesem Ansatz verpflichtet, aber als das Thema in der breiten Öffentlichkeit zunehmend populär wurde, wollten die Verantwortlichen stärker in die Offensive gehen. Nachhaltige Kapitalanlage wurde nicht mehr länger nur institutionellen Kernkunden in kirchennahen Stiftungen angeboten, sondern auch Privatanleger wurden angesprochen. Im Rahmen dieses Personalaufbaus und der Professionalisierung von Prozessen habe ich mich für die Mitarbeit entschieden. Die EB-SIM hatte damals bereits seit Jahren unter Beweis gestellt, dass Anleger mit nachhaltigen Investitionen auskömmliche Renditen erwirtschaften können. Renditen müssen also nicht auf Kosten von Umwelt und Gesellschaft gehen. Dieser umsichtige Ansatz hat sich ausgezahlt: Die EB-SIM verwaltet heute 6 Milliarden Euro. Davon sind rund 3 Milliarden in Multi-Asset-Strategien gebunden.
Hinweis: Dieses Interview ist in Kooperation mit DAS INVESTMENT entstanden und erstmals am 2.5.2024 erstmals auf dasinvestment.com erschienen.
Bei einer Anlage in einen Fonds handelt es sich um eine risikobehaftete Anlage, so dass die Anleger des Fonds einen Wertverlust bis zu einem Betrag erleiden können, der einem Totalverlust des gesamten in die Anteile an dem Fonds investierten Kapitals entspricht. Dementsprechend sollten potenzielle Anleger über eine angemessene und ausreichende Liquidität verfügen, um einen Totalverlust ihrer Anlage in den Fonds wirtschaftlich tragen zu können. Bei der Entscheidung, in den beworbenen Fonds zu investieren, sollte der Anleger auch die nachhaltigkeitsrelevanten Aspekte hinsichtlich der Merkmale oder Ziele des beworbenen Fonds, wie sie im Verkaufsprospekt dargestellt sind, berücksichtigen. Weitere Informationen zu den Nachhaltigkeitsaspekten des EB - Sustainable Multi Asset Invest können dem Webdokument entnommen werden. Dieses finden Sie unter https://fondsfinder.universal-investment.com/de/DE/Funds/DE000A1JUU95/downloads.