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PARTNER NEWS
„Wir nehmen Risiko da, wo es statistisch vorteilhaft ist“
Erscheinungsdatum:
03. März 2025
Empureon Capital Management verzeichnet stetiges Wachstum. Ahmet Peker und Daniel Lucke erklären im Interview ihre Volatilitätsstrategie, die Umsetzung und ihre Expansionspläne.
Ahmet Peker: Wir haben ein sehr stetiges Wachstum und eine zunehmende Zahl von Kunden, hauptsächlich aus der DACH-Region. Unsere Performance und das Vertrauen der Kunden in uns sind das Fundament für unsere kontinuierliche Weiterentwicklung. Unser Team, das viel Erfahrung mit Volatilitätsstrategien hat, leistet überzeugende Arbeit. Die über viele Jahre hinweg aufgebauten Kundenbeziehungen sind stabil. Unsere Kunden fühlen sich gut betreut und haben Vertrauen in das Konzept und unser Unternehmen, sodass sie gerne mit uns zusammenarbeiten. Dank dessen konnten die Fonds bereits 1,5 Jahre nach Gründung die Marke von 1 Milliarde Euro überschreiten.
Ein erfolgreicher Start, geben Sie uns einen Einblick in die Wertentwicklung Ihres Volatilitätsfonds?
Daniel Lucke: Die systematische und risikokontrollierte Vereinnahmung der Volatilitätsrisikoprämie ist in 2024 in den institutionellen Anteilsklassen auf rund 7,5 Prozent hinausgelaufen. Das planbare, transparente Anlagekonzept hilft uns bei der täglichen Arbeit mit Investoren. Diese wissen, wie sich der Empureon Volatility One (ISIN: DE000A3D9GL3) in unterschiedlichen Marktphasen verhält. Wir haben im Verlauf der Zeit kleinere Verbesserungen durchgeführt, die Früchte getragen haben. Die Fonds profitieren von der Volatilitätsprämie und der Zinsentwicklung am US-Aktienmarkt. Um die Optionsgeschäfte machen zu können, kauft der Fonds ein Basisportfolio von Anleihen hoher Bonität mit Renditen von aktuell knapp 3 Prozent und mit einer niedrigen Duration von 0,35.
Bitte erläutern Sie uns doch einmal genauer den Ansatz der Volatilitätsprämie. Wie sieht Ihre Antwort auf mögliche Markteinbrüche aus? Nach welchem Prinzip funktionieren die Empureon-Fonds?
Lucke: Es gibt eine sehr preissensitive Nachfrage nach Absicherungen gegen Verluste am Aktienmarkt, insbesondere nach Puts auf den S&P 500. Dies liegt an der risikoaversen Grundhaltung von Anlegern. Das Angebot für die Instrumente ist jedoch begrenzt, was zu einem attraktiven Preis für die Anbieter von Optionen führt. Die Empureon-Fonds übernehmen dieses Risiko und erhalten aber eine attraktive Prämie dafür. Die Fonds agieren, vereinfacht gesprochen, wie eine Versicherungsgesellschaft. Um unsere Investoren vor übermäßigen Risiken zu schützen, nutzen wir wiederum Rückversicherungen, um eine effektive Risikosteuerung zu gewährleisten und Extremrisiken gezielt abzusichern. Im Ergebnis sollen Drawdowns nicht zu tief und schnell aufgeholt werden. Dies hat in unserem Team historisch sehr gut funktioniert, vor Markteinbrüchen fürchten wir uns daher nicht.
Lassen sich die Risiken am Markt immer ausreichend absichern? Was, wenn es zu großen Schadensereignissen kommt?
Lucke: Das ist die Kernfrage. Wir kennen das Maximalrisiko der Strategie, auf den Cent genau und wissen, wieviel Risiko besteht. Die Fonds können jederzeit alle Margin Calls bedienen. Kann es trotzdem Ereignisse geben, die zu Drawdowns führen? Ja, natürlich, sonst gäbe es keine Volatilitätsprämie. Die Fonds nehmen Risiko allerdings nur da, wo es statistisch sinnvoll ist. Extreme Risiken geben sie hingegen ab. Der Ansatz funktioniert letztlich wie das Geschäft von Versicherungsgesellschaften: Sie müssen hin und wieder Schäden begleichen, verdienen mit dem Faktor Risiko aber mittel- bis langfristig attraktive Renditen.
Wer sind Ihre Kunden?
Peker: Unsere Dienstleistungen werden über alle Kundengruppen hinweg geschätzt. Pensionskassen, große Altersvorsorgeeinrichtungen, Versicherungen, Asset Manager wie Dachfondsgesellschaften, Vermögensverwalter und Stiftungen bilden unseren Kundenstamm. Bei dem Fonds Empureon Volatility One, den es auch in der nachhaltigen Variante Empureon Volatility ESG One (ISIN: DE000A3D9GU4) gibt, handelt es sich nicht um ein Liebhaberprodukt einer bestimmten Kundengruppe, wir sind für Anleger in der Breite interessant.
Welches Produkt steht neben dem Empureon Volatility One im Fokus? Wie gelingt es Ihnen, aufbauend auf den unterschiedlichen Anlagepräferenzen Ihrer Investoren eine passgenaue Produktempfehlung abzuleiten?
Peker: Aufgrund unseres Boutiquencharakters kennen wir unsere Investoren genau und können deshalb gut einschätzen, welche Produkte zu ihren Anlagepräferenzen passen, etwa, für wen der Aktienfonds Empureon US Equity (ISIN: DE000A3D9GR0), der auf die systematische und risikokontrollierte Outperformance des S&P 500 abzielt, von Interesse ist.
Blicken wir in die Zukunft: Angesichts sinkender Zinsen suchen Investoren verstärkt nach Liquid Alternatives. Welche Ziele haben Sie sich für Empureon gesetzt?
Peker: Zwei Faktoren spielen hier herein: Zum einen die von Ihnen genannten sinkenden Zinsen, die Investoren dazu bewegen, sich nach Alternativen umzusehen. Zum anderen sind die Private Markets mit ihren Anlagebereichen Private Equity, Infrastruktur und Immobilien in den vergangenen zehn Jahren gut gelaufen, sie waren für Anleger in den vergangenen ein oder zwei Jahren aber nicht ganz einfach zu handeln. Viele Investoren überlegen daher, nicht nur auf Alternativen in den Private Markets zu setzen, sondern wünschen darüber hinaus mehr Flexibilität und liquidere Assets, um Spielraum für ein möglicherweise schnelles Umstellen von Portfolios zu haben.
Produktseitig wollen wir uns weiter diversifizieren. Demnächst wollen wir dem Markt ein neues Produkt vorstellen, bei dem die Volatilitätsprämie wieder eine Rolle spielt.
Dabei scheinen Sie vorsichtig und methodisch Schritt für Schritt vorzugehen.
Lucke: Aufgrund unserer Sachkenntnis und des guten Service stehen wir mittlerweile auf Empfehlungslisten von Banken, wodurch sich neue Vertriebskanäle auftun. Darüber freuen wir uns. Wir leisten mit sechs Mitarbeitenden – jüngst ist unter anderem ein versierter Quantitative Researcher hinzugekommen – fachlich gute Arbeit, wir wollen aber kein „Empirebuilding“ betreiben.
Ihre Strategie basiert stark auf Computertechnologie statt auf einem großen Analystenteam. Welche konkreten Vorteile bietet dieser quantitative, technologiegestützte Ansatz?
Lucke: Weil unsere Strategien regelbasiert und quantitativ sind, arbeiten wir computergestützt. Das ermöglicht ein sehr effizientes und nachvollziehbares Vorgehen. Unser Anlagekonzept ist damit hervorragend skalierbar. Wir erweitern aber kontinuierlich unsere Rechenleistung und verbessern weiterhin die IT-Infrastruktur, um von neuen technologischen Entwicklungen zu profitieren und letztendlich auch damit die Strategien und das Rendite-Risiko-Profil zu verbessern.
Hinweis: Dieses Interview ist in Kooperation mit DAS INVESTMENT entstanden und erstmals am 3.3.2025 erstmals auf dasinvestment.com erschienen.
Bei einer Anlage in einen Fonds handelt es sich um eine risikobehaftete Anlage, so dass die Anleger des Fonds einen Wertverlust bis zu einem Betrag erleiden können, der einem Totalverlust des gesamten in die Anteile an dem Fonds investierten Kapitals entspricht. Dementsprechend sollten potenzielle Anleger über eine angemessene und ausreichende Liquidität verfügen, um einen Totalverlust ihrer Anlage in den Fonds wirtschaftlich tragen zu können. Bei der Entscheidung, in den beworbenen Fonds zu investieren, sollte der Anleger auch die nachhaltigkeitsrelevanten Aspekte hinsichtlich der Merkmale oder Ziele des beworbenen Fonds, wie sie im Verkaufsprospekt dargestellt sind, berücksichtigen. Weitere Informationen zu den Nachhaltigkeitsaspekten Empureon Volatility ESG One Fund können dem Webdokument entnommen werden. Dieses finden Sie unter https://fondsfinder.universal-investment.com/api/v1/DE/DE000A3D9GU4/document/SRD/de.