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PRESS RELEASE
Umfrage: Weltweite Konflikte, Zinsentwicklung und die schwächelnde deutsche Konjunktur beschäftigen Investmentprofis im Jahr 2024
Erscheinungsdatum:
18. Dezember 2023
Frankfurt am Main
- Umfrage von Universal Investment unter Vermögensverwaltern offenbart Zinssenkungen als eine der größten Gefahren für die Kapitalmärkte
- Top-Empfehlungen sind US-Wertpapiere und Aktien aus Industrienationen
- Wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands zwischen Stagnation und Rezession.
Themeninvestments: Big Tech und Pharma schlagen Klima und Umwelt
Den ersten Platz teilen sich national ebenso wie international die Themen Technologie und Pharma. In der Gesamtbetrachtung kommt jeder der beiden Bereiche auf 72,5 Prozent. Damit dürfte sich die Erfolgsgeschichte von Apple, Microsoft und anderen bei den Anlageempfehlungen weiter fortsetzen. Infrastrukturtitel empfehlen fast die Hälfte der Experten (47,5 %). Aber auch für Unternehmen, die sich mit einer besseren Sicherheit im Netz befassen, sehen die Befragten große Chancen (45 %). Bei dieser Frage waren Mehrfach-Nennungen möglich.
Nur für rund 16 Prozent der Teilnehmenden gehört der Klimawandel zu den besonderen Bedrohungen für 2024. Auch als Investment stehen Klima und Umwelt nicht besonders hoch im Kurs. Lediglich ein knappes Viertel (23,7 %) empfiehlt Privatanlegern Investments zu diesem Thema, ebenfalls ein Viertel nannte Erneuerbare Energien.
Mit einer nachlassenden Konjunktur Deutschlands rechnet die Mehrheit der Expertinnen und Experten: Gut zehn Prozent (10,3 %) der Befragten erwarten eine Depression mit einem Minus von mehr als zwei Prozent. Beinahe die Hälfte der Teilnehmenden (43,6 %) sagen eine Rezession mit einem Konjunkturrückgang von bis zu -0,5 Prozent voraus, fast 40 Prozent (38,5 %) eine Stagnation. Für den gesamten Euroraum erwartet über die Hälfte (53,9 %) der Teilnehmer eine Stagnation mit einer Wirtschaftsentwicklung zwischen -0,5 und +0,5 Prozent. Die USA dürften sich im nächsten Jahr zwischen Aufschwung (31,8 %) und Stagnation (36,4 %) bewegen.
Diese Markterwartungen spiegeln sich auch in den Prognosen für die jeweiligen Indizes zum Jahresende 2024:
Die größten Herausforderungen für 2024: Geopolitische Spannungen, Inflation und Leitzinsen
Die ungelösten Konflikte zwischen Staaten oder innenpolitisch werden als Hauptgefahr für Kapitalmärkte und Volkswirtschaften im nächsten Jahr genannt – wobei Mehrfach-Nennungen möglich waren. Beinahe drei Viertel (74,4 %) der Experten sind dieser Meinung. Eng damit verbunden gaben über 40 Prozent (41,9 %) Kriege wie etwa im Nahen Osten oder in der Ukraine an. Allerdings ist auch die Hälfte (48,8 %) der Teilnehmer der Meinung, dass die Märkte die Kriege bereits eingepreist haben. Rund ein Viertel (23,3 %) erwartet, dass die aktuellen Auseinandersetzungen die Volatilität an den Kapitalmärkten noch anfachen wird. Es gibt aber auch einige Stimmen (7 %), die keinen direkten Zusammenhang zwischen Kriegen und heftigen Marktbewegungen sehen. Mehr als die Hälfte (53,5 %) der Vermögensverwalter sehen das Gespenst der Inflation noch nicht gebannt und bewerten die Teuerung nach wie vor als eine der größten Bedrohungen.
Umgerechnet in konkrete Handlungsempfehlungen für Privatanleger empfehlen die Umfrageteilnehmenden Privatanlegern im Jahr 2024 insgesamt rund 55 Prozent in Aktien zu investieren (Knapp 46 % Aktien aus Industrienationen; 9,4 % in Schwellenländeraktien). Aufgrund der Zinswende entspricht dies einem Rückgang der Aktienquote gegenüber dem Vorjahr um knapp zwölf Prozentpunkte. Auf der Rentenseite empfehlen die Experten dagegen unverändert eine Rentenquote von 27 Prozent (23,1 % in Renten aus Industrienationen; 6,1 % in Rentenpapiere aus den Schwellenländern). Knapp 4 Prozent wiederum sollten in Immobilien fließen, etwa 7 Prozent in Gold & Edelmetalle und 2 Prozent in Sonstige Werte wie Industriemetalle und Kryptowährungen.
Nachhaltige Investments mit Luft nach oben
Wenig Einigkeit gibt es bei der Frage danach, wie sich die Einstellung privater Anlegerinnen und Anleger gegenüber nachhaltigen Investments im Jahr 2024 entwickeln wird: Die Hälfte der Teilnehmenden denkt, dass die Nachfrage auf dem aktuellen Niveau bleibt. Immerhin rund 20 Prozent gehen von einem steigenden Interesse aus. Aber ein nicht geringer Anteil der Experten glaubt an ein Abflauen des Interesses (17,5 %), oder sogar einen kompletten Einbruch (10 %).
Hier lässt sich ein Zusammenhang zu den Themenempfehlungen für das nächste Jahr erkennen: Wenn Investitionen in Klima oder Erneuerbare Energien in den Beratungsgesprächen keine prominente Rolle spielen, dürfte das auch einen Einfluss auf die Nachfrage haben.
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