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PARTNER NEWS
UniversalSelect: Sompo Asset Management
Erscheinungsdatum:
17. Juli 2025
Value-Investing trifft auf japanische Small Caps
Shigeyoshi Fujiwara, Portfolio Manager des Sompo Japan Small Cap Value Equity UI, erläutert, wie er und sein Team mithilfe eines langfristig bewährten, proprietären Analysemodells unterbewertete japanische Aktien identifizieren.
Investment process:
Könnten Sie Ihre Anlagephilosophie näher beschreiben? Wie unterstützt Sie das proprietäre YES-Modell bei der Aktienauswahl?Shigeyoshi Fujiwara: Als fundamentale Bottom-up-Investoren versuchen wir, durch die Aktienauswahl Alpha für unsere Investoren zu erzielen. Dazu fokussieren wir uns auf die am stärksten unterbewerteten Titel, die sich, gemessen an ihren künftigen Dividenden, auf einem klaren Weg zu ihrem inneren Wert befinden. Wir fokussieren uns dabei auf die Fälle, bei denen sich der aktuelle Preis und das Potenzial am deutlichsten entkoppeln.
Wir sind davon überzeugt, dass sich die Marktpreise im Laufe der Zeit ihrem inneren Wert annähern. Kurzfristig mögen die Marktpreise durchaus Schwankungen unterliegen, auf mittlere bis lange Sicht allerdings zeigen die Fundamentaldaten stabile Trends.
Diese Überzeugung bildet das Fundament unserer Anlagephilosophie und schlägt sich in unserem proprietären YES-Modell nieder – einem einzigartigen vierstufigen Dividendendiskontierungsmodell, das über drei Jahrzehnte hinweg verfeinert wurde. Es hilft uns, disziplinierte, vorausschauende Bewertungen in allen unseren zehn japanischen Aktienstrategien zu berechnen, und erfasst den gesamten Lebenszyklus eines Unternehmens. Zudem beziehen wir eine unternehmensspezifische Prämie für Geschäftsrisiken in den Abzinsungssatz ein, die Elemente wie das regulatorische Risiko, die Ertragsunsicherheit und die Branchendynamik berücksichtigt. Dies ermöglicht es uns, Value Traps zu vermeiden und Abwärtsrisiken zu managen.
Die einzelnen Aktienstrategien unterscheiden sich nur durch das investierbare Universum und die Art der Risikokontrolle. Unsere Small-Cap-Strategie legt den Russell/Nomura Small Cap Index zugrunde, mit einem Tracking-Error-Ziel von zwei bis sechs Prozent.
Unser Investmentprozess besteht im Kern aus drei Schritten: Fundamentalanalyse, Aktienbewertung und Portfoliokonstruktion. Wir beginnen mit einer sorgfältigen Bottom-up-Analyse, um die „normale Rentabilität“ eines Unternehmens zu ermitteln – eine nachhaltige Gewinnbasis, bei der kurzfristige Verzerrungen wie Produktzyklen oder makroökonomische Schocks eliminiert werden. Die Analysten ermitteln dann Prognosen für zwölf wichtige Bilanzkennzahlen sowie die Gewinn-und-Verlustrechnung eines Unternehmens, die als Input für das YES-Modell verwendet werden.1
Aus dem Modell ergibt sich der innere Wert auf der Grundlage der prognostizierten Dividende. Wir vergleichen diesen Wert mit dem Marktpreis, um Aktien mit einem hohen erwarteten Alpha zu ermitteln. Schließlich bilden wir das Portfolio aus dem untersten Quintil der Aktien mit dem höchsten erwarteten Alpha und dem bedeutendsten Wertsteigerungspotenzial.
Dadurch erhalten wir eine robuste, langfristige Perspektive, aus welcher wir Unternehmen bewerten. Sie spiegelt die Entwicklung der Unternehmen im Zeitverlauf wider, berücksichtigt ein breites Spektrum an Risikoabwägungen und verankert unseren Prozess im inneren Wert. Damit unterstützt sie letztlich eine bewertungsorientierte High-Conviction-Investmentstrategie.
1 Stand: Mai 2025
Jenseits des YES-Modells: Was unterscheidet Sompos Small-Cap-Strategie von anderen im Markt?
Die meisten japanischen Small-Cap-Strategien sind auf Wachstumstitel ausgerichtet. Wir gehören zu den wenigen Managern, die den mittel- bis langfristigen inneren Wert von Aktien betrachten. Unser Ansatz verschafft uns Zugang zu einem breiten Universum unterbewerteter und wenig beachteter Small Caps, die Growth-Investoren typischerweise nicht auf dem Radar haben.
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist unser Zugang zu den Unternehmen. Small Caps ziehen in der Regel weniger Aufmerksamkeit von Investoren auf sich und das erlaubt es uns, direkt mit dem Management der Unternehmen in Kontakt treten zu können. Über das gesamte Research-Universum unserer Aktienstrategien hinweg führen wir jährlich etwa 500 Einzelgespräche. Als japanischer Asset Manager haben wir ein tiefes Verständnis für die japanische Unternehmenskultur und wissen, wie man mit den Managementteams umgehen muss, um echte Verbesserungen zu erreichen.
Für unseren Investmentprozess ist der Zugang zu den Managementteams entscheidend. Wir bevorzugen regelmäßige persönliche Treffen mit den Unternehmen, in die wir investieren. Viele Managementteams bauen sogar auf unseren Input zur Steigerung ihres Unternehmenswertes. Durch diese Gespräche wollen wir nicht nur ein nachhaltiges Wachstum sowie die Steigerung des Unternehmenswertes fördern, sondern auch die langfristige Wertschöpfung für die Unternehmen und unsere Investoren unterstützen.
Zu welcher Art von Investoren passt Ihre Small-Cap-Strategie am besten?
Da sich unser Anlageprozess stark auf mittel- bis langfristige Prognosen stützt, ist unser Ansatz auch am besten für langfristig orientierte Investoren geeignet. Im Gegensatz zu Value-Managern, die sich auf kurzfristige Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis oder das Kurs-Buchwert-Verhältnis verlassen, prognostizieren wir den inneren Wert über mehrere Jahre. Unsere Haltedauer beträgt durchschnittlich 1,5 bis 2 Jahre, aber wir halten einzelne Werte auch bis zu 5 Jahre oder länger, wenn der Markt das Potenzial eines Unternehmens noch nicht erkannt hat.
Warum sind japanische Small Caps für internationale Investoren gerade jetzt interessant und warum hat der Markt das noch nicht erkannt?
Verglichen mit Large Caps sind japanische Small Caps deutlich unterbewertet. Sie werden auch oft nicht beachtet, obwohl sie ein größeres Gewinnwachstumspotenzial bieten als der breite Markt. Während das Kapital in Large Caps geflossen ist, die von der Reform der Corporate Governance und der Abwertung des Yen profitieren, sind viele Small Caps weniger berücksichtigt worden. Dies hat einen attraktiven Einstiegspunkt entstehen lassen.
Jetzt beobachten wir, dass die Small Caps nachziehen, woraus sich einmalige Gelegenheiten ergeben: Mehr als die Hälfte der japanischen Small Caps werden mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von unter 1 gehandelt. Im Zuge der breiteren Durchsetzung von Corporate-Governance-Reformen eröffnet dies erheblichen Spielraum nach oben.
Aus makroökonomischer Sicht ist der Yen aufgrund der divergierenden globalen Geldpolitik stark unterbewertet. Da Japan zu einer geldpolitischen Straffung übergeht, während andere Währungsräume die Zinsen lockern, erwarten wir eine Aufwertung des Yen.
Strukturell gibt es erste Anzeichen für eine Rückverlagerung der Produktion ins Inland (Onshoring). Darüber hinaus verzeichnet Japan eine anziehende Inflation, steigende Löhne und wachsende Binnennachfrage. All das schafft ein günstiges Umfeld für das Wachstum von Small Caps. Wir sehen auch Anzeichen für verstärkte M&A-Aktivitäten, da sich die Unternehmen als Reaktion auf die strukturellen wirtschaftlichen Veränderungen neu positionieren, was für Investoren besonders attraktiv ist.
Diese Entkopplung von sich verbessernden Fundamentaldaten und der begrenzten Aufmerksamkeit von Investoren lässt japanische Small Caps zu einer überzeugenden und gleichzeitig unterschätzten Investmentchance werden.
Die Strategie blickt auf einen starken Track Record von mehr als 24 Jahren zurück. Können Sie mehr über die langfristige Performance der Strategie und die Treiber des bisherigen und künftigen Wachstums sagen?
Unsere japanische Small-Cap-Strategie hat seit ihrer Auflegung ihre Benchmark geschlagen. Diese Outperformance ist sowohl auf unseren disziplinierten, ertragsorientierten Anlageprozess als auch auf günstige strukturelle Trends innerhalb des japanischen Small-Cap-Marktes zurückzuführen.
In jüngerer Zeit wurde die Performance auch von gezielten Übergewichtungen in Banken und Binnennachfrage-Sektoren wie dem Einzelhandel positiv beeinflusst. Diese Sektoren profitierten von der Weitergabe von Kosten an die Verbraucher, verbesserten Erträgen aufgrund der Zinsnormalisierung und einer besseren Verbraucherstimmung.
Darüber hinaus unterstützten Corporate-Governance-Reformen und verbesserte Renditen für Aktionäre diese Gewinne.
Wie bewerten Sie die Risiken, einschließlich makroökonomischer Faktoren, finanzieller Gesundheit und der Katalysatoren?
Das Risiko unterscheidet sich je nach Unternehmen. Wir führen tiefgreifende Bottom-up-Analysen durch, um die finanzielle Stabilität zu bewerten, und verwenden unsere firmeneigenen Kreditratings als Teil des Abzinsungssatzes des YES-Modells, um sicherzustellen, dass wir einen konservativen Ansatz verfolgen.
Wir beziehen auch makroökonomische Risiken und geopolitische Entwicklungen in unsere Diskontsätze ein. Bei Entscheidungen zur Portfoliokonstruktion berücksichtigen wir Katalysatoren und das Timing eben jener. Wir stellen sicher, dass das Portfolio ein breites Spektrum an Katalysatoren enthält, wie z. B. Erholung von Erträgen, Verbesserungen der Kapitaleffizienz oder Fusionen und Übernahmen, um die Anfälligkeit für makroökonomische Schocks zu minimieren.
Zudem diversifizieren wir bottom-up über viele Katalysatoren, anstatt Top-down-Kontrollen wie Sektorbeschränkungen einzuführen. Beide Maßnahmen dienen dazu, die Widerstandsfähigkeit des Portfolios zu erhalten.
Wie nutzen Sie Ihre Verkaufsdisziplin, um das Portfoliorisiko zu steuern und zu mindern?
Wir gehen beim Aufbau und der Skalierung von Positionen konservativ vor, da Small Caps über längere Zeiträume hinweg unterbewertet bleiben können. Nähert sich eine Aktie unserem geschätzten inneren Wert, reduzieren oder schließen wir unsere Position.
Ändert sich die bei der Anlage zugrunde liegende These, überprüfen wir die Fundamentaldaten und die Bewertung erneut, um zu entscheiden, ob wir die Titel halten, reduzieren oder aussteigen. Dieser disziplinierte, bewertungsorientierte Ansatz ermöglicht es uns, sowohl das Aufwärtspotenzial als auch das Abwärtsrisiko zu steuern.
Geben Sie uns einen Ausblick. Was sind die wichtigsten Risiken und Chancen für japanische Small Caps in der Zukunft?
Das Hauptrisiko liegt in der Abschwächung der japanischen Binnenwirtschaft. Dies könnte den Fokus des Managements von aktionärsfreundlichen Maßnahmen ablenken und die Reformdynamik der Unternehmen verlangsamen.
Es gibt aber ebenso klare Chancen: Die Fortschritte bei den Corporate-Governance-Reformen weiten sich auf Small Caps aus und die strukturellen Veränderungen greifen. Unternehmen mit einer verbesserten Kapitaleffizienz, hohen Barreserven und niedrigen Bewertungen sind gut positioniert, um eine Outperformance zu erzielen. Wir erwarten zudem, dass M&A-Aktivitäten die Renditen weiter unterstützen werden, da sich die Unternehmen im wirtschaftlichen Wandel neu positionieren müssen.
Über Sompo
Sompo Asset Management wurde 1986 gegründet und verwaltet heute ein Vermögen von 28,5 Milliarden US-Dollar, darunter 6,6 Milliarden US-Dollar in japanischen Aktien.Bitte berücksichtigen Sie für eine Anlageentscheidung zudem alle nachhaltigkeitsbezogenen Eigenschaften oder Ziele des Fonds. Nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungen des Fonds finden Sie im Fondsfinder von Universal Investment unter https://fondsfinder.universal-investment.com/de im Downloadbereich des jeweiligen Fonds. Dies ist kein Angebot oder keine Aufforderung zur Zeichnung von Anteilen oder Aktien eines Investmentvermögens. Die dargelegten Informationen sollten nicht als zuverlässig in diesem Sinne erachtet werden, dass sie im Hinblick auf die etwaige Annahme eines Zeichnungsangebots unvollständig sind und noch geändert werden können. Eine Zusammenfassung Ihrer Anlegerrechte finden Sie auf www.universal-investment.com/-/media/Compliance/PDF/Ireland/Investor-rights_UII_EN_08_22.pdf. Zudem weisen wir darauf hin, dass Universal-Investment Ireland Fund Management Limited bei Fonds, für die sie als Verwaltungsgesellschaft Vorkehrungen für den Vertrieb von Aktien oder Fondsanteilen in anderen EU-Mitgliedstaaten getroffen hat, beschließen kann, diese gemäß Artikel 93a der Richtlinie 2009/65/EG und Artikel 32a der Richtlinie 2011/61/EU, insbesondere also mit Abgabe eines Pauschalangebots zum Rückkauf oder zur Rücknahme sämtlicher entsprechender Aktien oder Anteile, die von Anlegern in dem entsprechenden Mitgliedstaat gehalten werden, aufzuheben.