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Warum wir an der Börse oft irrational handeln – und was die Psychologie damit zu tun hat
Erscheinungsdatum:
16. Dezember 2025
Die klassische Finanztheorie geht von rationalen Anlegern aus, die stets mit vollständigen Informationen handeln. Doch die Realität sieht anders aus: Der Mensch ist emotional, fehleranfällig – und damit alles andere als ein Homo Oeconomicus.
Spätestens seit der „Prospect Theory“ von Kahneman und Tversky wissen wir, dass
Entscheidungen unter Unsicherheit oft irrational sind. Die Behavioral Finance zeigt, wie Emotionen, Instinkte und Denkfehler unser Verhalten an der Börse beeinflussen.
Ein Gastbeitrag von Andrej Brodnik, Geschäftsführer, Alturis Capital
Die Verlustaversion beschreibt, dass Verluste emotional stärker wirken als gleich hohe Gewinne. Anleger neigen demnach dazu, Verluste eher auszusitzen und Gewinne auf der anderen Seite zu früh mitzunehmen. Und das entgegen dem Rat: „Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen“.
Confirmation Bias – Wir hören, was wir hören wollen
Menschen suchen gezielt nach Informationen, die ihre Meinung bestätigen. Kritische Stimmen werden dabei eher ignoriert. Wer etwa von einer Aktie überzeugt ist, liest bevorzugt positive Analysen – oftmals ein Rezept für Fehleinschätzungen.
Attention Bias – Wir sehen, was wir sehen wollen
Anleger achten besonders auf positive Nachrichten zu ihren Investments und blenden Negatives aus. Diese selektive Wahrnehmung kann zu übertriebener Zuversicht führen.
Overconfidence – Selbstüberschätzung als Renditekiller
Viele glauben, den Markt schlagen zu können und verschlechtern mit unnötigen Trades sowie zu hohem Risiko ihre Rendite. Besonders bei der Taktischen Asset Allocation zeigt sich: Häufiges Umschichten bringt nur selten einen echten Mehrwert.
Availability Bias – Was präsent ist, erscheint wahrscheinlicher
Wir überschätzen die Wahrscheinlichkeit von Ereignissen, die uns gerade präsent sind. Nach Berichten über einen Crash erscheint ein weiterer wahrscheinlicher – auch wenn sich fundamental nichts geändert hat.
Anchoring – Wenn die erste Zahl alles bestimmt
Der Ankereffekt beschreibt, wie stark wir uns an erste Informationen klammern. Eine Aktie, die von 100 auf 70 Euro fällt, erscheint als Schnäppchen – obwohl sich die Geschäftslage verschlechtert haben könnte. Auch Erwartungen wirken als Anker: Liegt die Prognose unter den Erwartungen, fällt die Aktie – selbst bei objektiv guten Zahlen.
Fazit: Sich selbst verstehen ist der Schlüssel
Die Börse ist kein Schachspiel, sondern ein komplexes System, in dem psychologische Faktoren eine große Rolle spielen. Wer seine eigenen Denkfehler kennt, kann lernen, sie zu kontrollieren – und damit bessere Entscheidungen treffen.
Vielleicht ist das der wichtigste Investmenttipp:
Nicht nur den Markt verstehen – sondern auch sich selbst.
Darüber hinaus können Investments in Fonds mit einem quantitativen Ansatz eine Lösung sein, um die oben aufgeführten Fehler auszuschließen. Der Alturis Volatility (ISIN: DE000A3C91X1, AK CS) ist ein solcher Fonds. Der Fokus des Investmentansatzes liegt hierbei auf Volatilitätsprämien, die Anlegern attraktive Renditechancen bieten, da sie von der Differenz zwischen erwarteter und tatsächlicher Marktvolatilität profitieren. In ruhigen Marktphasen können auf diese Weise stabile Einkünfte entstehen. Zudem ermöglichen sie eine Diversifikation im Portfolio und reduzieren das Gesamtrisiko durch asymmetrische Ertragsprofile.
Eine Zusammenfassung Ihrer Anlegerrechte in deutscher Sprache finden Sie auf www.universal-investment.com/media/document/Anlegerrechte. Zudem weisen wir darauf hin, dass Universal Investment bei Fonds für die sie als Verwaltungsgesellschaft Vorkehrungen für den Vertrieb der Fondsanteile in anderen EU-Mitgliedstaaten getroffen hat, beschließen kann, diese gemäß Artikel 93a der Richtlinie 2009/65/EG und Artikel 32a der Richtlinie 2011/61/EU, insbesondere also mit Abgabe eines Pauschalangebots zum Rückkauf oder zur Rücknahme sämtlicher entsprechender Anteile, die von Anlegern in dem entsprechenden Mitgliedstaat gehalten werden, aufzuheben.