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„Aktienmarktähnliche Renditen bei nur geringen Drawdowns – kein Widerspruch“

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Erscheinungsdatum:

24. September 2024

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In Bullen- und Bärenmärkten möglichst aktienmarktähnliche Renditen erzielen.

Attraktive Renditen erzielen bei nur sehr geringen Drawdowns. Maik Kaminski, Entwickler der Aquantum-Active-Range-Strategie (ISINs: DE000A2QSF49 (AK S), DE000A2QSF64 (AK I)), erklärt im Interview mit ChampionsNews, welche Eigenschaften die Strategie 

auszeichnet, damit dieses Kunststück gelingen kann. Außerdem berichtet er über die Auswirkungen der Explosion des Volatilitätsindex „VIX“ am 5. August 2024 auf die Strategie.

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Maik Kaminski, Aquantum
ChampionsNews: Kurz und knapp erklärt, was ist die Idee hinter der Aquantum Active Range Strategie?

Maik Kaminski: Die Aquantum-Active-Range-Strategie wurde mit dem Ziel entwickelt, Investoren ein Produkt zu bieten, das sowohl in Bullen- als auch in Bärenmärkten aktienmarktähnliche Renditen erzielt – und das bei sehr geringen Drawdowns. Wir haben etwa in den letzten zwölf Monaten in unserer Anteilklasse S eine Performance von plus 9,54 Prozent bei einem maximalen Drawdown von nur minus 3,01 Prozent erzielt (Stand: 31. Juli 2024). Möglich machen wir das durch eine Optionsstrategie, die negative Marktschwankungen gezielt nutzt. Die Aquantum-Active-Range-Strategie ist zum Aktienmarkt negativ korreliert, insbesondere zum S&P 500 Index. Diese Eigenschaften macht sie nicht nur als eigenständiges Produkt, sondern auch als Bestandteil eines Portfolios, das Aktieninvestments beinhaltet, äußerst interessant. Sie kann dabei helfen, die Volatilität im Gesamtportfolio signifikant zu reduzieren, während das Aufwärtspotenzial erhalten bleibt.

Wie unterscheidet sich Ihre Aquantum-Active-Range-Strategie von anderen Optionsstrategien am Markt?

Die Aquantum-Active-Range-Strategie unterscheidet sich vor allem durch zwei markante Merkmale: eine stark ausgeprägte negative Korrelation zum Aktienmarkt und ein aktives Positionsmanagement während der gesamten Handelssitzung. Wir reagieren dynamisch auf unterschiedliche Volatilitätsniveaus und passen das Portfolio entsprechend an. Unsere Methode stützt sich dabei auf umfassende empirische Untersuchungen der letzten 96 Jahre Börsengeschichte. Dieses Wissen erlaubt es uns, extrem schnell auf verschiedene Marktbedingungen zu reagieren, da die Parameter der Kursentwicklung, unabhängig vom technischen Fortschritt, immer dieselben sind.

An wen richtet sich Ihre Strategie und wie setzen Investoren diese typischerweise ein?

Die Aquantum-Active-Range-Strategie richtet sich grundsätzlich an jeden Investor, der aktienmarktähnliche Renditen bei gleichzeitig niedrigen Drawdowns anstrebt. Besonders attraktiv ist die Strategie für Anleger, die ihr Portfolio diversifizieren möchten, indem sie unsere Strategie als Baustein zu einem bestehenden Aktienportfolio hinzufügen. Dadurch haben Investoren die Möglichkeit, Schwankungen im Portfolio zu reduzieren, die Sharpe Ratio zu erhöhen und gleichzeitig das Aufwärtspotenzial zu erhalten. Dank dieser flexiblen Einsatzmöglichkeiten zählen wir Investoren aus nahezu allen Anlegergruppen zu unseren Kunden: von Family Offices und Vermögensverwaltern bis hin zu institutionellen Investoren aus dem Banken- (Depot-A- und Depot-B-Geschäft) und Versicherungssektor. In etwas mehr als drei Jahren seit Auflage des UCITS-Fonds mit Universal Investment als KVG verwalten wir mittlerweile 620 Millionen Euro.

Wie flexibel ist die Aquantum-Active-Range-Strategie bei unerwarteten Marktveränderungen?

Das perfekte Beispiel für das schnelle Reagieren der Strategie auf veränderte Marktbedingungen liegt nicht weit zurück. Ausgelöst durch die Rückabwicklung des Yen-Carry-Trades, aufkommende Rezessionsängste in den USA und den fast 30-prozentigen Abverkauf des Nikkei bis zum 5. August explodierte der Volatilitätsindex „VIX“ Anfang August überproportional. Zwar fiel der S&P 500 in diesem Zeitraum ebenfalls um knapp acht Prozent, jedoch war in den Jahren 2008 und 2020 ein Einbruch des S&P 500 um etwa 26 Prozent erforderlich, um ein vergleichbares VIX-Niveau zu erreichen.

Bereits am Freitag, dem 2. August, schoss der VIX intraday um 58 Prozent auf 29,66 Punkte in die Höhe.

Solche Extreme haben in der Vergangenheit häufig darauf hingedeutet, dass der Markt am Montag mit großem Gap den Handel eröffnet beziehungsweise auch der VIX weiter stark zulegen kann. Deshalb wurde noch am Freitag aufgrund dieser außergewöhnlichen Situation das Portfolio kurzfristig auf einen „Crash“ umgestellt. Zu diesem kam es am Montag letztendlich nur im japanischen Nikkei. Ab dem 7. August wurde das Portfolio wieder normal aufgebaut.

Wie haben Sie die Verwerfungen des VIX am 5. August 2024 erlebt und welche Auswirkungen hatte dieses Ereignis auf Ihre Strategie?

 Am Montag, dem 5. August, spitzten sich die Ereignisse dramatisch zu. Der VIX verzeichnete den größten Intraday-Anstieg seiner Geschichte. Der Index kletterte vom Freitagsschlusskurs von 23,39 auf 65,73 Punkte, was einem Anstieg von mehr als 180 Prozent entspricht und damit das „Volmageddon“ vom 5. Februar 2018 in den Schatten stellte. Wie bereits angedeutet, haben wir in der Strategie schon am Freitag das Portfolio aufgrund einiger Parameter kurzfristig auf eine „Crash-Bewegung“ ausgerichtet. Unser Best-Case-Bereich für die Positionierung im Fonds, mit Verfall der Optionen am Freitag, dem 9. August, lag zwischen 4.400 und 4.600 Punkten, also circa 14 bis 18 Prozent unterhalb des Schlusskurses vom Freitag. Die Ertragszone des Pay-offs für diesen Optionsauslauf hat aber bereits weit vorher – bei 5.140 Punkten – begonnen. So konnten wir die Entwicklungen gelassen beobachten und uns auf die Analyse zur Neuausrichtung des Portfolios konzentrieren.

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