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Positions- und Risikosteuerung in Echtzeit: Das Rückgrat der Aquantum-Active-Range-Strategie mit über 1,1 Mrd. € Fondsvolumen
Erscheinungsdatum:
16. Juni 2025
In weniger als vier Jahren wuchs das Fondsvolumen des Aquantum Active Range UCITS auf über 1,1 Mrd. Euro. Die Strategie ist darauf ausgerichtet langfristig aktienmarktähnliche Renditen bei geringen Drawdowns und negativer Korrelation zum S&P 500 zu erzielen. Auch in vergangenen
Stressphasen zeigte sie Stärke – gestützt durch ein eigens entwickeltes Positions- und Risikomodul sowie aktives Management. Maik Kaminski, Entwickler und Senior Portfoliomanager der Strategie, gewährt Einblicke.
Maik Kaminski: Unsere Investoren schätzen an der Strategie insbesondere die Kombination aus aktienmarktähnlichen Renditen bei gleichzeitig nur sehr geringen Drawdowns – und das unabhängig davon, ob wir uns in einem Bullen- oder Bärenmarkt befinden. Zum 30. April 2025 liegt die jährliche Performance der Aquantum Active Range UCITS S-Klasse bei +9,10 Prozent. Erzielt wurde das Ergebnis mit einer Volatilität von lediglich 5,53 Prozent und einem maximalen Drawdown auf Tagesbasis von nur 3,74 Prozent. Damit trägt die Aquantum-Active-Range-Strategie dazu bei, die Sharpe Ratio in Portfolios zu erhöhen, Drawdowns zu reduzieren und gleichzeitig das Upside-Potenzial zu bewahren. Dabei werden Mark-to-Market-Risiken und Black-Swan-Ereignisse aktiv gesteuert, was wir bereits mehrfach in der Praxis unter Beweis stellen konnten. In Europa ist dieser Ansatz nach unserem Research- und Kenntnisstand einzigartig.
Gerade in einem Umfeld hoher Unsicherheit und Marktschwankungen zeigt sich, wie wertvoll eine solche Stabilität im Portfolio sein kann. Ein weiterer zentraler Punkt ist die negative Korrelation der Strategie seit Auflage von -0,66 zum S&P 500. Diese Eigenschaft macht sie besonders attraktiv. In herausfordernden Marktphasen kann die Aquantum-Active-Range-Strategie Stabilität – ohne Renditeeinbußen – liefern. Vielmehr wächst die Rendite seit Auflage nachhaltig, vergleichbar mit einem Hochhaus, das Stockwerk um Stockwerk nach oben gezogen wird.
Die Aquantum-Active-Range-Strategie kombiniert ein attraktives Renditepotenzial mit einem konsequenten Risikomanagement. Was sind die Schlüsselfaktoren, die diese Balance zwischen Rendite und Risikomanagement ermöglichen?
Die Aquantum-Active-Range-Strategie basiert zurzeit rein auf einer regelbasierten Optionsstrategie auf den S&P 500, bei der ausschließlich liquide Put-Optionen mit kurzer Restlaufzeit zum Einsatz kommen. Unterhalb des aktuellen Marktniveaus bauen wir Korridore auf, in die der Markt idealerweise bis zum Verfall hineinläuft. Zentral für die Umsetzung ist unser eigens entwickeltes Positions- und Risikomanagement-Tool. Es ermöglicht uns realtime zu analysieren, wie sich das Portfolio unter verschiedenen Marktveränderungen – etwa bei Schwankungen der Volatilität oder der Volatilitätsoberfläche – verhält. Das Tool stellt alle relevanten Risikokennzahlen dar, sowohl auf Einzel-Spread- als auch auf Portfolioebene, und gibt präzise Hinweise, auf welchem Niveau Anpassungen vorzunehmen sind. So wollen wir sicherstellen, dass das Pay-Off jederzeit attraktiv bleibt und die Strategie bei abrupten Marktbewegungen schnell und zielgerichtet angepasst werden kann. Zwei Mitglieder unseres vierköpfigen Teams, bestehend aus Carina Polzer, Max Noller, Fabian Roth und mir, überwachen und steuern das Portfolio während der gesamten US-Handelssitzung in Echtzeit.
Sie sprachen gerade das inhouse entwickelte Positions- und Risikomodul an, das Ihre Strategie unterstützt. Können Sie uns dieses Tool etwas näher vorstellen und erklären, welche Rolle es konkret im täglichen Management der Strategie einnimmt?
Unser Positions- und Risikomodul wurde gezielt für die Anforderungen der Aquantum-Active-Range-Strategie entwickelt und ist fester Bestandteil unseres täglichen Entscheidungsprozesses. Es erlaubt uns, Risikoszenarien in Echtzeit und auf Knopfdruck sowohl auf Einzel-Spread- als auch auf Gesamtportfoliobasis zu simulieren – inklusive extremer Marktbewegungen.
Darüber hinaus führen wir mit dem Modul bspielsweise historische Simulationen durch, um die Attraktivität einzelner Spreads in Abhängigkeit vom aktuellen Marktumfeld – etwa dem VIX-Niveau – möglichst objektiv zu bewerten. Das ermöglicht uns, gezielt diejenigen Spreads auszuwählen, die im aktuellen Marktumfeld das beste Verhältnis von Ertragspotenzial zu Risiko aufweisen.
Eine weitere zentrale Komponente unseres Tools ist der tägliche Ertrags- und Risikobericht, den wir bereits am Vormittag erstellen. Dieser zeigt unter anderem, welche Marktbewegung für das Portfolio im Tagesverlauf das günstigste Szenario darstellt und ab welchem Niveau, in Abhängigkeit von der Entwicklung der Volatilität, erste Risikozonen erreicht würden. Darauf basierend werden bereits vor Markteröffnung potenzielle Anpassungsschritte definiert, die dann nur bei Eintritt entsprechender Marktereignisse, wie etwa eines Black-Swan-Szenarios ausgelöst werden. Ergänzt wird das Ganze durch statistische Analysen: So entsprach die Marktbewegung am 3. und 4. April 2025 nahezu der Entwicklung am Donnerstag und Freitag vor dem Black Monday 1987 im S&P 500. Diese Vorbereitung sichert in Phasen hoher Volatilität schnelles und strukturiertes Handeln.
Während meiner New-York-Reise im April gab es von mehreren Seiten sehr positives Feedback zu unserem Positions- und Risikomodul – unter anderem von unserem Execution Broker, erfahrenen Optionshändlern und Analysten großer Investmentbanken.
Anfang April sorgte der eskalierende Zollstreit zwischen den USA und China für erhebliche Marktverwerfungen. Wie haben Sie diese Phase erlebt?
Die Marktentwicklung Anfang April war außergewöhnlich: Der S&P 500 verlor am 3. April 4,84 Prozent und am 4. April 5,97 Prozent. Damit waren es die siebt- und drittgrößten Tagesverluste seit dem Jahr 2000, ausgehend von einem VIX unter 40. Es folgten also zwei Black-Swan-Events direkt hintereinander. Trotz dieser crashartigen Tage konnte die Aquantum-Active-Range-Strategie an beiden Tagen positive Ergebnisse erzielen – mit einem kumulierten Ertrag von +0,95 Prozent.
Dahinter steht eine grundlegende Annahme unserer Strategie: Marktstress entsteht nicht aus dem Nichts, sondern baut sich in aller Regel auf. Um das präzise zu verstehen, haben wir fast 100 Jahre Börsengeschichte analysiert und sämtliche Börsencrashs seit 1928 systematisch untersucht. Die Muster und Mechanismen, die wir daraus abgeleitet haben, sind heute integraler Bestandteil unserer Strategie. Es gab seit 1928 lediglich 4 Handelstage mit einem Tagesverlust größer 10 Prozent (zweimal 1929, einmal 1987 und einmal 2020). Größeren Kurseinbrüchen gingen stets erhöhte Schwankungen voraus. Um das Mark-to-Market-Risiko effektiv zu steuern, ist es entscheidend, die wiederkehrenden Black-Swan-Ereignisse zu beherrschen, die scheinbar unerwartet auftreten. Seit dem Start des Aquantum Active Range UCITS im Juli 2021 haben wir sechs der 30 größten Tagesverluste im S&P 500, ausgehend von einem VIX unter 40, seit dem Jahr 2000 erlebt. An all diesen Tagen erzielte die Strategie positive Renditen.
Konkret bedeutet das: Wir respektieren das Mark-to-Market-Risiko und greifen bei den ersten messbaren Anzeichen von Stress ein und verändern unsere Portfoliostruktur auf das dann vorherrschende Marktszenario. Wir handeln innerhalb der Strategie in drei verschiedenen Volatilitäts-Clustern. Sobald ein neues Cluster erreicht wird, zeigt unser System die Umstellungen an und diese werden sofort umgesetzt: „Prepared, fast and on point“. Unser inhouse entwickeltes Risikomodul ist darauf ausgerichtet und lieferte uns in Echtzeit die relevanten Risikoszenarien auf Einzel-Spread- sowie auf Portfoliobasis. So konnten wir auch im April das Portfolio frühzeitig anpassen, das Risiko aktiv reduzieren und sogar in dieser extremen Phase eine positive Performance erzielen. Der S&P 500 verzeichnete zwischen dem 3. April und dem Tiefpunkt am 7. April 2025 einen außergewöhnlich schnellen Rückgang von zwölf Prozent. Dieser Abverkauf erfolgte aus einem Umfeld niedriger Volatilität und stellt den schnellsten derartigen Rückgang seit Einführung des VIX im Jahr 1990 dar.
Eine Zusammenfassung Ihrer Anlegerrechte in deutscher Sprache finden Sie auf www.universal-investment.com/media/document/Anlegerrechte. Zudem weisen wir darauf hin, dass Universal Investment bei Fonds für die sie als Verwaltungsgesellschaft Vorkehrungen für den Vertrieb der Fondsanteile in anderen EU-Mitgliedstaaten getroffen hat, beschließen kann, diese gemäß Artikel 93a der Richtlinie 2009/65/EG und Artikel 32a der Richtlinie 2011/61/EU, insbesondere also mit Abgabe eines Pauschalangebots zum Rückkauf oder zur Rücknahme sämtlicher entsprechender Anteile, die von Anlegern in dem entsprechenden Mitgliedstaat gehalten werden, aufzuheben.
Bei einer Anlage in einen Fonds handelt es sich um eine risikobehaftete Anlage, so dass die Anleger des Fonds einen Wertverlust bis zu einem Betrag erleiden können, der einem Totalverlust des gesamten in die Anteile an dem Fonds investierten Kapitals entspricht. Dementsprechend sollten potenzielle Anleger über eine angemessene und ausreichende Liquidität verfügen, um einen Totalverlust ihrer Anlage in den Fonds wirtschaftlich tragen zu können.