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Systematic Dispersion Fund – Long-Gamma-Strategie als Portfoliobei-mischung für Stressphasen

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Erscheinungsdatum:

16. Dezember 2025

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Der Systematic Dispersion Fund (ISIN: DE000A3DQ2Q1) wurde im November 2022 aufgelegt und zielt auf Erträge und positive Konvexität in Stressphasen ab, wobei in normalen Marktphasen ein leicht positiver Verlauf angestrebt wird. Weiterhin zeichnet er sich durch niedrige Kosten von 0,27 % Management Fee (ohne Performance Fees) und eine hohe Transparenz durch die ausschließliche Nutzung von börsengelisteten Instrumenten aus. Im Stressmonat April 2025 konnte der Fonds 4,3 % zulegen und liegt per Ende Oktober bei + 9,2 % YTD.

Dennis Grosche, Head of Equity Derivatives Sales Germany and Austria, Citi, berichtet im Interview mit ChampionsNews unter anderem darüber, warum die Long-Volatility- und Long-Gamma-Strategien im derzeitigen Umfeld von Angebot-Nachfrage-Verwerfungen am US-Optionsmarkt profitieren.

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Dennis Grosche, Head of equity Derivatives Sales Germany and Austria, Citi
ChampionsNews: Wie setzt sich der Fonds zusammen und wie nutzen Allokatoren diese im Portfoliokontext?

Dennis Grosche: Der Fonds wird von Universal Investment verwaltet. Universal Investment Luxemburg (NL Frankfurt) übernimmt das Portfoliomanagement und vertrieben wird er von Citigroup Global Markets Europe AG. Er setzt sich grundsätzlich aus zwei Teilen zusammen: einem Basisportfolio, bestehend aus kurzlaufenden EUR-Staatsanleihen und Geldmarktinstrumenten sowie einer Swap-Position auf eine Dispersion-Strategie. Durch diese effiziente Kombination eignet sich das Vehikel sowohl als Fixed-Income-Replacement als auch als defensive Aktienbeimischung, innerhalb eines Multi-Asset-Ansatzes oder eines Liquid-Alternatives-Portfolios, welches unkorreliert zu anderen Asset-Klassen fungiert.

Wie funktioniert die Dispersion-Strategie im Fonds?

Der Systematic Dispersion Fonds zielt darauf ab, die Korrelationsrisikoprämie systematisch zu vereinnahmen. Diese Prämie wird aus der Differenz zwischen der Volatilität einzelner Aktien und der des Gesamtmarktes (Indexvolatilität) gewonnen. Die Strategie ist "long dispersion", indem sie Indexvolatilität verkauft (short) und Einzelaktien-Volatilität kauft (long). In starken Stressphasen steigt die Kontribution des Long- Bestandteils der Strategie historisch deutlich stärker, wodurch eine Outperformance generiert wird.

Die Strategie ist rein systematisch und in der Ursprungsform seit 2018 live.

In welchen Märkten wird diese Prämie vereinnahmt?

Grundlage der Strategie sind die US-Aktienmärkte, bedingt durch deren Relevanz und Größe sowie die konkurrenzlose Liquidität der dortigen Optionsmärkte.
Auf der Einzelaktienseite werden die 50 größten Titel innerhalb des S&P 500 ® gehandelt und nach der jeweiligen Marktkapitalisierung gewichtet. Auf der Indexseite wird entsprechend S&P 500 ®-Indexvolatilität verkauft.

Sie sprechen von den US-Optionsmärkten – welche Instrumente nutzen Sie und wie funktioniert der Handel?

Verwendet werden nur börsengelistete Optionen. Es werden also keinerlei OTC-Kontrakte innerhalb der Strategie gehandelt. Eine Dispersion-Strategie basierend auf börsennotierten Optionen bietet mehrere Vorteile: Sie erhöht die Transparenz bei Preisen und Bewertungen im Vergleich zu OTC-Lösungen und kann die Handelskosten senken. Zudem sichert die Liquidität börsennotierter Optionsmärkte die Handelbarkeit auch in volatilen Phasen.
Gehandelt werden auf regelmäßiger Basis Optionen mit fixer Restlaufzeit. Direktionale Aktienrisiken werden durch tägliches Delta-Hedging vermieden. Dieser systematische Ansatz verringert das Timing-Risiko sowie die Pfadabhängigkeit der Strategie.

Was macht die Strategie für Investoren besonders interessant?

Der US-Aktienmarkt wird in den letzten Jahren mehr und mehr durch die Aktivität von Privatanlegern getrieben. Insbesondere die Nachfrage nach gehebelten ETFs als auch nach Short-Volatilitätsprodukten, z. B. Autocallable-Strukturen, führt zu einem Ungleichgewicht. Interne Schätzungen bei Citi ergeben deutlich mehr Verkäufer von Einzelaktien-Volatilität als Käufer, wodurch die Long-Position auf Einzelaktien-Volatilität vergleichsweise günstig gehalten werden kann.

Zusätzlich führt dieser massive Verkauf von Optionen auf Einzelaktien auch zu Verwerfungen bei den Market Makern, das heißt Banken, die diese Produkte anbieten. Bei Marktstress und starkem Preisverfall von Einzelaktien müssen Market Maker zunächst Volatilität verkaufen, um ihre Positionen abzusichern. Dieses Verhalten kehrt sich jedoch schnell um, wenn sich die jeweilige Aktie am durchschnittlichen Strike Level der Optionen bewegt, die für diese Strukturen verkauft wurden. Bei diesen stärkeren Abverkäufen müsste dann deutlich mehr Volatilität nachgekauft werden, damit das Handelsbuch abgesichert bleibt, was zu einer Überkompensation in der Strategie innerhalb der Long-Volatilitäts-Position führt.

Ferner sorgen die gehebelten ETFs für stärkere Bewegungen in den Einzeltiteln.

Dieses Phänomen war beispielsweise im April 2025 zu beobachten und zeigte sich besonders stark bei den "Magnificent 7"-Aktien, die innerhalb der Strategie durch die Marktkapitalisierungsgewichtung einen großen Teil der Long-Volatilitätsposition ausmachen.

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Quelle: Universal Investment
Das klingt interessant – und wie kann die Strategie von dieser Marktdynamik profitieren?

Der Dispersion-Ansatz bildet die Top-50 Einzelnamen ab und hat damit einen recht hohen Anteil von Tech Unternehmen von circa 60 Prozent (per 31.10.25). Dieses relative Übergewicht gegenüber dem S&P 500 ® hilft der Strategie jedoch überproportional von den beschriebenen Verwerfungen zu profitieren.
Das rein systematische und signalfreie Design des Fonds und der zugrundeliegenden Strategie, ermöglichen eine maximal kosteneffiziente Implementierung. Eine gegebenenfalls bevorstehende Tech-Korrektur sollte sich aufgrund der Positionierung der Strategie gegebenenfalls positiv auf die Fondsperformance auswirken – eine gute Komplementierung eines marktkapitalisierungsgewichteten US-Aktienportfolios.

Könnte die Strategie auch in bestehende Mandate integriert werden?

In jedem Fall. Die Dispersion-Strategie lässt sich auch in Form eines Swaps als Overlay mit bestehenden Aktienportfolios kombinieren. Darüber hinaus können maßgeschneiderte Iterationen der Dispersion-Strategie in kurzer Zeit aufgelegt werden – sowohl in einem Fonds oder Zertifikat als auch im Swap-Format.

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