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Rekordhoch beim Goldpreis und der kommende Bull Run bei Goldaktien

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Erscheinungsdatum:

01. April 2025

Bild Artikel ERI

Während der Goldpreis auf Rekordhöhe gestiegen ist, bleibt das Interesse an Goldaktien noch immer verhalten. Doch mit dem Überschreiten der Marke von 3.000 US-Dollar pro Unze kommt es zu einer Profitabilitäts-steigerung bei den Goldproduzenten, die Anleger nicht mehr ignorieren werden können. Dr. Joachim Berlenbach, Geologe und Portfolio

Manager von Earth Resource Investments, gibt einen Einblick, warum seiner Meinung nach der Goldpreis seinen Höhepunkt noch längst nicht erreicht hat und demnach Goldaktien weiterhin Potenzial haben. Der kommende Bull Run werde für Anleger eine „Stockpicker’s World“ sein.

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Dr Joachim Berlenbach
ChampionsNews: Gold steigt von einem Rekordhoch zum nächsten. Hat Gold nun seinen Höhepunkt erreicht oder sollten Anleger weiterhin Gold als Investition erwägen?

Dr. Joachim Berlenbach: Meines Erachtens steht Gold erst am Beginn eines längeren Aufwärtszyklus. Starke Kräfte, die auf den Goldpreis wirken, sind zum Beispiel die Goldkäufe der Zentralbanken. 2024 waren es etwa 1.050 Tonnen. Damit wurden im dritten Jahr in Folge seitens der Zentralbanken über 1.000 Tonnen Gold gekauft. Auch dieses Jahr erwarten wir weitere Käufe der Zentralbanken, unterstützt von einer zunehmenden „De-Dollarisierung“, die durch Trumps Zollkriege noch beflügelt werden dürften. Auf der anderen Seite ist bei den Privatanlegern Gold als Safe-Haven-Anlage und Diversifizierung noch nicht richtig angekommen; hier gibt es Aufholbedarf. Deutsche Privatanleger besitzen zum Beispiel im Durchschnitt etwa 75 Gramm Gold pro Kopf der Bevölkerung, was im Vergleich zu anderen Ländern zwar hoch ist, aber über die letzten Jahre ist die Menge relativ konstant geblieben. Im Vergleich dazu besitzen die Inder im Durchschnitt nur etwa 18 Gramm pro Kopf, trotz der dortigen hohen kulturellen Affinität zum gelben Metall. Dies könnte sich angesichts von Inflation und zunehmenden (geo-)politischen Spannungen deutlich steigern. Auch die Anlagen in Gold-ETFs steigen erneut.

Warum performen die Goldaktien nicht so gut wie der Goldpreis?

Das ist so nicht ganz korrekt. In der Tat haben viele der großen Goldproduzenten, wie Barrick oder Newmont, im letzten Jahr den Goldpreis underperformt. Ein Grund hierfür waren unter anderem die hohen Kapitalkosten, die die Minengesellschaften für Wachstumsprojekte einplanen müssen. Viele der großen Mainstream-Produzenten sind außerdem ex-growth und müssen kleinere Produzenten oder Developer übernehmen, um ihr Produktionsprofil aufrechtzuerhalten. Einige der kleineren Firmen haben den Goldpreis wiederum deutlich outperformt. Schauen Sie sich Produzenten wie Lundin Gold oder Torex Gold an, die 2024 Aktiengewinne von über 70 Prozent erreichten – im Vergleich zum Goldpreis, der nur 25,5 Prozent dazugewann. Auch im Earth Gold Fund UI (ISIN DE000A0Q2SD8 AK EUR R) konnten wir 2024 den Goldpreis deutlich outperformen. Der von uns erwartete Gold Bull Run wird für Anleger vermutlich eine "Stockpicker’s World" sein.

Wird dies in Zukunft weitergehen? Was spricht für eine weiterhin gute Perfomance der Goldaktien?

Nun, schauen Sie sich mal an, wie sich die Profitmargen der Goldproduzenten beim Anstieg des Goldpreises auf über 2.900 US-Dollar pro Unze geändert haben. Dies ist meines Erachtens von Investoren völlig unbeachtet geblieben, die „Value“ im Aktiensegment suchen. Während die durchschnittlichen Gesamtkosten, einschließlich Investitionskosten, steigen und aktuell im Durchschnitt bei etwa 1.850 US-Dollar pro Unze liegen, hat sich die Profitmarge im letzten Jahr ebenfalls massiv erhöht. Der Goldpreis steigt signifikant schneller als die Inflation bei den Kosten. Wir haben noch nie eine Free-Cashflow-Marge, also die Differenz zwischen Goldpreis und Gesamtkosten, von über 1.000 US-Dollar pro Unze gesehen. Doch der Markt ignoriert diese Entwicklung weitgehend und scheint davon auszugehen, dass der Goldpreis wieder abwärts korrigiert. Aber genau dies glauben wir eben nicht, aus den zuvor genannten Gründen. Gehen wir einmal konservativ von einem stagnierenden Goldpreis von 3.000 US-Dollar pro Unze aus, so sind viele Aktien aktuell enorm unterbewertet. Wir erwarten für die nächsten Quartale rekordverdächtige Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufe. Es würde mich sehr überraschen, wenn dies nicht die bislang zweifelnden Anleger davon überzeugen wird, dass der Gold- und Rohstoffsektor einer der interessantesten Sektoren überhaupt ist. Und wenn Goldaktien erstmal „laufen“, könnte dies einer der lukrativsten Anlagesektoren werden. Wir sehen daher aktuell – trotz schon guter Performance – weiterhin eine ideale Einstiegsmöglichkeit in Goldaktien. 
Die durchschnittliche Free-Cashflow-Marge bei den Goldproduzenten ist auf Rekordhöhe gesprungen. Während die aktuellen durchschnittlichen Gesamtkosten (einschließlich Kapitalkosten) bei etwa 1.900 US-Dollar pro Unze liegen, liegt der Goldpreis bei etwa 2.900 US-Dollar pro Unze. Die durchschnittliche Free-Cashflow-Marge liegt somit bei etwa 1.000 US-Dollar pro Unze. Alle Zahlen in US-Dollar pro Unze (siehe nachfolgende Grafik).
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Abgesehen vom Gold – bei welchen anderen Edelmetallen sehen Sie Potenzial für Anleger?


Vor allem bei Silber. Historisch gesehen war Silber immer „der kleine Bruder“ des Goldes, wenn es um Anlagen in Edelmetalle ging. Die Bedeutung von Silber hat sich aber im Rahmen der Energiewende signifikant geändert. Um die technische Bedeutung von Silber zu verstehen, bedarf es eines kurzen Ausflugs in die Physik: Silber besitzt die höchste elektrische Leitfähigkeit aller Metalle, was es beispielsweise ideal für den Einsatz in Solarzellen macht. Dies gewährleistet minimale Energieverluste und eine maximale Effizienz der Stromabführung. Aktuell gehen schon etwa 25 Prozent der Silberproduktion in Photovoltaik – Tendenz steigend. Wir sehen mittelfristig daher den Silberpreis sogar den Goldpreis outperformen. Silberaktien gehören daher meiner Meinung nach in jedes Edelmetallportfolio. 

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©2025. Alle Rechte vorbehalten. Diese Publikation stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuches dar. Anlageentscheidungen sollten nur auf der Grundlage der aktuellen Verkaufsunterlagen (das Basisinformationsblatt, Verkaufsprospekt, Jahres- und Halbjahresberichte) getroffen werden, die die allein maßgeblichen Vertragsbedingungen enthalten. Historische Wertentwicklungen sind keine Garantie für eine ähnliche Entwicklung in der Zukunft. Diese ist nicht prognostizierbar. Alleinige Grundlage für den Anteilerwerb sind die Verkaufsunterlagen zu den jeweiligen Investmentvermögen, die kostenlos in deutscher Sprache bei Universal Investment sowie im Internet unter www.universal-investment.com erhältlich sind. Eine Zusammenfassung Ihrer Anlegerrechte in deutscher Sprache finden Sie auf www.universal-investment.com/media/document/Anlegerrechte. Zudem weisen wir darauf hin, dass Universal Investment bei Fonds für die sie als Verwaltungsgesellschaft Vorkehrungen für den Vertrieb der Fondsanteile in anderen EU-Mitgliedstaaten getroffen hat, beschließen kann, diese gemäß Artikel 93a der Richtlinie 2009/65/EG und Artikel 32a der Richtlinie 2011/61/EU, insbesondere also mit Abgabe eines Pauschalangebots zum Rückkauf oder zur Rücknahme sämtlicher entsprechender Anteile, die von Anlegern in dem entsprechenden Mitgliedstaat gehalten werden, aufzuheben. Bei einer Anlage in einen Fonds handelt es sich um eine risikobehaftete Anlage, so dass die Anleger des Fonds einen Wertverlust bis zu einem Betrag erleiden können, der einem Totalverlust des gesamten in die Anteile an dem Fonds investierten Kapitals entspricht. Dementsprechend sollten potenzielle Anleger über eine angemessene und ausreichende Liquidität verfügen, um einen Totalverlust ihrer Anlage in den Fonds wirtschaftlich tragen zu können.  

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