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Cashflow-Könige – Investitionen in herausragende Geschäftsmodelle

Erscheinungsdatum:

09. Dezember 2024

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In einer Welt, die oft den schnellen Gewinn durch Trading feiert, sind es die langfristigen Strategien, die echten Erfolg bringen können. Thomas Graf, Portfolio Manager der FIDUKA-Depotverwaltung, beleuchtet in seinem Artikel "Cashflow Könige", wie Geduld und der Zinseszinseffekt Schlüssel zum nachhaltigen 

Vermögensaufbau sein können. Anhand von Beispielen zeigt er, wie Unternehmen mit starken Geschäftsmodellen, Skaleneffekten und gezielten Übernahmen über Jahre hinweg stabile Cashflows und beeindruckende Renditen für Investoren erzielen.

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Author: Thomas Graf, Portfolio Manager, FIDUKA-Depotverwaltung
In den Medien wird oft der schnelle Gewinn durch kurzfristiges Trading in den Vordergrund gestellt. Doch wer nachhaltigen Anlageerfolg anstrebt, sollte sich an Unternehmen mit starken Geschäftsmodellen beteiligen, um langfristig vom Wachstum und von der Stärke dieser Firmen zu profitieren.


Geduld als Investmentstrategie
Geduld ist eine der wichtigsten Tugenden beim Investieren. Sie ist in zweifacher Hinsicht relevant: Erstens sollte man geduldig auf gute Kaufgelegenheiten warten, und zweitens darf man Aktien erfolgreicher Unternehmen nicht zu früh verkaufen, um vom Zinseszinseffekt zu profitieren.

Wer beispielsweise die Aktie von Microsoft vor zehn Jahren für 42 US-Dollar gekauft und nach drei Jahren mit einem Gewinn von 100% verkauft hätte, wäre sicherlich zufrieden gewesen. Bis heute hat Microsoft allerdings nicht nur den Cashflow pro Aktie von 4 US-Dollar auf über 15 US-Dollar gesteigert, sondern auch den Aktienkurs auf über 420 US-Dollar. Dies verdeutlicht, dass Geduld sich langfristig auszahlt.

Der Zinseszinseffekt ist nicht nur für Investoren entscheidend, sondern auch für Unternehmen selbst. Denn anstatt ihren Cashflow auszuschütten, können sie ihn reinvestieren und damit langfristig überdurchschnittliche Wachstumsraten erzielen. Drei besonders erfolgreiche Geschäftsmodelle haben sich dabei herauskristallisiert: Unternehmen, die Skaleneffekte nutzen, „programmatische Akquisiteure“ und „Kapitalsammler“.

Skaleneffekte: Größer ist besser
Unternehmen, die es schaffen, durch ihre Größe Kostenvorteile zu erzielen und diese weiterzugeben, schaffen sich einen Wettbewerbsvorteil, der schwer zu kopieren ist. Dies führt oft zu einem positiven Rückkopplungseffekt: Mehr Kunden bedeuten günstigere Angebote, was wiederum mehr Kunden anzieht. Besonders beeindruckend sind Skaleneffekte in der Softwarebranche, wo die Grenzkosten nahezu null betragen. Einmal entwickelte Software kann unendlich oft verkauft werden, ohne dass zusätzliche Kosten entstehen. Unternehmen wie Microsoft und Adobe erwirtschaften dadurch enorme Cashflows.

Programmatische Akquisiteure: Wachstum durch Zukäufe
Diese Unternehmen setzen auf Zukäufe kleiner und mittlerer Unternehmen, die in Nischenmärkten starke Cashflows generieren. Ein beliebtes Übernahmeziel sind familiengeführte Unternehmen, die oft ein Nachfolgeproblem haben. Die akquirierten Unternehmen werden meist nicht vollständig integriert, sondern behalten ihre Autonomie. Der erwirtschaftete Cashflow wird dann in weitere Übernahmen reinvestiert, was zu einer besseren Diversifikation des Risikos führt.

Ein Beispiel hierfür ist Assa Abloy, ein globaler Marktführer für Schließsysteme, der seit 1994 über 300 Firmen übernommen hat. Das hat sich nicht nur positiv auf das Wachstum, sondern auch auf den Aktienkurs ausgewirkt.

Kapitalsammler: Arbeiten mit dem Geld anderer
Zu dieser Gruppe gehören vor allem Versicherungen und Banken. Diese Unternehmen sammeln Kapital durch Einlagen oder Prämien, um es an den Finanzmärkten oder in Beteiligungen zu investieren. Insbesondere Versicherungen können durch ihre Fähigkeit, Risiken effizient zu managen, gute Renditen erzielen.

Ein Beispiel ist Kinsale Capital Group, ein US-amerikanisches Versicherungsunternehmen, das sich auf Nischenversicherungen spezialisiert hat, wie etwa den Schutz von Cannabis-Unternehmen. Kinsale reinvestiert seine Cashflows anstatt sie als Dividenden auszuschütten, was langfristiges Wachstum ermöglicht.

Fazit:
Investitionen in Unternehmen mit starken Geschäftsmodellen und soliden Cashflows bieten langfristig außergewöhnliche Renditechancen. Geschäftsmodelle, die Skaleneffekte, gezielte Akquisitionen oder das geschickte Management von Kapital anwenden, haben sich als äußerst robust und profitabel erwiesen. Neben der gezielten Auswahl von Unternehmen ist allerdings auch der richtige Kaufpreis entscheidend. Denn wie Warren Buffett sagt: „Ein gutes Unternehmen ist nicht immer ein gutes Investment – der Preis muss stimmen“.

Mehr Informationen zum <br>FIDUKA-UNIVERSAL-FONDS I

Anteilklasse R: ISIN DE0008483736


Anteilklasse I1: ISIN DE000A3E17Z7

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