Beitrag Drucken

PARTNER NEWS

Liquid-Alternatives-Strategien sind ein wichtiger Baustein für jedes Depot. Worauf ist bei der Auswahl zu achten?

Erscheinungsdatum:

09. Dezember 2024

GettyImages-1351466350_coldsnowstorm_1100x460

Die Aktienmärkte markieren aktuell ein neues Allzeithoch nach dem anderen und liefern beeindruckende Renditen. Während in den letzten Jahren trotz aller Risiken rückblickend „long only“ der Königsweg war, mehren sich nun zurückhaltende Studien großer Investmenthäuser zu den künftigen Renditechancen. Aber was sind mögliche, gut 

rentierende Alternativen? Liquid Alternatives wie Volatilitätsstrategien spielen hier eine wichtige Rolle. Für die Ableitung einer sinnvollen Portfoliodiversifizierung lohnt sich ein tiefergehender Blick auf die Alternativen und mögliche Auswahlkriterien abseits von „past performance“.

Adrian-Fabarius_web_1500x750
Author: Adrian Fabarius, FINLIUM
Die Aktienmärkte, vor allem in den USA, haben zuletzt deutlich überdurchschnittlich performt. Der S&P500 lieferte seit Dezember 2022 21,6 Prozent p. a. und seit Dezember 2008 13,3 Prozent p. a. 1

Die meisten Menschen in Deutschland haben von dieser Entwicklung nicht profitiert.2 Aber auch professionelle Anleger haben aufgrund von Risikoaversion Renditechancen verpasst. Die Skepsis gegenüber dem Bewertungslevel von Aktien ist dabei nachvollziehbar und wird unter anderem durch die aktuelle Studie von Goldman Sachs unterfüttert. Diese kommt zu dem Ergebnis, dass der US-Aktienmarkt in den nächsten zehn Jahren lediglich um circa 3 Prozent p. a.3 zulegen dürfte.

Auch wenn es nur eine Prognose ist, kann es trotzdem für jeden Anleger sinnvoll sein, die eigene Portfolioaufstellung zu überprüfen. Liquid-Alternatives-Strategien könnten als Baustein noch relevanter werden.

Natürlich gibt es in diesem Segment eine Vielzahl unterschiedlicher Strategieansätze. Aufgrund der attraktiven Zielrenditen und der Verlässlichkeit der dahinterstehenden Renditequelle (Volatilitätsrisikoprämie4) sind gerade Volatilitätsstrategien eine beliebte Diversifizierungsoption. Hier können zumindest vier am deutschen Markt etablierte Ansätze abgegrenzt werden, bei denen Optionsstrategien (Handel von Aktienindex-Optionen) zum Einsatz kommen:

1. Short-Put + Long-Put + Vola-Calls oder: Vereinnahmung von Put-Optionsprämien in Kombination mit Vola-Absicherungskonzept
Die Strikes der verkauften Put-Optionen liegen näher am Kassakurs als die der gekauften Put-Optionen. Dadurch entsteht ein positiver Cashflow. Zur Crash-Absicherung werden kontinuierlich Calls auf den passenden Volatilitätsindex gekauft.

2. Cash-Secured Short Put oder: Vereinnahmung der Volatilitätsprämie durch den alleinigen Verkauf kurzlaufender Put-Optionen
Es werden leicht aus dem Geld liegende Put-Optionen verkauft, allerdings nicht gehebelt, das heißt die Liquidität reicht immer aus, um Forderungen aus einem Settlement zu bedienen.5 Zusätzliche Absicherungen sind nicht vorgesehen.

3. Long-Put + Short-Put x 2 oder: Delta-basierte, aktiv gesteuerte Put-Optionsstrategie mit negativer Korrelation zum Aktienmarkt
Die Strikes der gekauften Put-Optionen liegen näher am Kassakurs als die der verkauften Put-Optionen. Es wird eine größere (oft die doppelte) Menge an Put-Optionen verkauft, um den Finanzierungsaufwand für die Position zu schmälern. Idealerweise verfallen die verkauften Put-Optionen wertlos, während die gekauften Put-Optionen im Geld abgerechnet werden.

4. Short-Put + Short-Call + Absicherung (dynamisch) oder: Dynamisches Renditekorridorkonzept
Es werden simultan aus dem Geld liegende Put- und Call-Optionen verkauft (Renditekorridor). Auf Kurs- und Volatilitätsschwankungen wird dynamisch durch den Zukauf weiterer Absicherungen wie Optionen oder Futures reagiert. Auch der eigentliche Renditekorridor wird dynamisch angepasst, wenn er nicht mehr zum Kassakurs passt. Am deutschen Markt wird dieser Ansatz etwa vom FINLIUM Ambition Fonds verfolgt.

FINLIUM_Ansatz-versus-Performance_Tabelle
Quelle: comdirect.de, Universal Investment, FINLIUM eigene Berechnungen

Für eine Portfoliodiversifizierung eignen sich vor allem Ansätze mit geringer Aktienmarktkorrelation (siehe Tabelle mit relativem Vergleich). Die Zielrendite liegt je Ansatz bei sechs bis acht Prozent p. a., aber die tatsächlich realisierte Performance wird stark davon abhängen, welche Aktienmarktphasen in den nächsten Jahren besonders häufig auftreten werden (vergleiche Tabelle).

Sollte sich das von Goldman Sachs skizzierte Szenario einstellen, müsste der Ansatz des dynamischen Renditekorridors, der von FINLIUM verfolgt wird, sehr gut funktionieren.

Der FINLIUM Ambition (AK R ISIN: DE000A3DQ210/AK I ISIN: DE000A40DBS5) wird von der selbst entwickelten Investment-Technologie prognosefrei und unabhängig von menschlichen Emotionen sehr dynamisch gesteuert. Ein Rückblick auf den August 2024, als es an den Aktienmärkten zu einem heftigen Volatilitäts-Crash kam, verdeutlicht dies: Während andere Ansätze, die das Portfolio kaum angepasst hatten (z. B. Ansätze 1 und 2), die temporär erlittenen Verluste mit dem folgenden Aktienmarkt-Rebound schnell wieder aufgeholt haben, dauerte dies bei FINLIUM aufgrund der vorgenommenen Portfolioanpassungen länger. Für eine Fortsetzung des Crashs war das Portfolio dafür aber stabil ausgerichtet.

FINLIUM möchte mit seinem Fonds eine im Mittel aktienmarktähnliche Rendite bei deutlich reduziertem Risiko ermöglichen. Damit soll ein neuartiges Anlageerlebnis geboten werden. Zum einen können Privatanleger ihre Depots dank der geringen Korrelation weiter diversifizieren und zum anderen wird Börsenmuffeln der Weg aufs Parkett vereinfacht (vergleiche ChampionsNews April 2023, Beitrag FINLIUM). Professionelle Anleger erhalten zudem eine auf maximale Wertstabilität und hohe Sharpe Ratio getrimmte Diversifizierungsoption.

Der FINLIUM Ambition hat seit Auflage, vor rund zwei Jahren, eine Rendite von sechs Prozent p. a.7 bei einem maximalen Rücksetzer von nur vier Prozent erzielt. Das Stabilitäts-Wertversprechen ist damit erfüllt, obwohl die Aktienmarktphase insbesondere in diesem Jahr für den Ansatz nicht vorteilhaft war (vergleiche Tabelle). Das FINLIUM-Team freut sich daher auf Aktienmarktphasen, in denen der Ansatz seine Vorteile besser ausspielen kann.

 

1 Stand 30.11.2024, ohne Berücksichtigung von Dividenden
2 Nach der aktuellen Studie des Deutschen Aktieninstituts von 2024 sind nur 17,6 % der Deutschen am Aktienmarkt investiert.
3 Mittelwert 3 % p. a.; Prognosekorridor -1 % bis +7 % p. a.
4 Die erfolgreichen Ansätze verkaufen systematisch die vom Aktienmarkt erwartete zukünftige Volatilität, die empirisch bestätigt 4-5 Prozentpunkte über der tatsächlich realisierten Volatilität liegt. Die       dahinterliegende Prämie wird Volatilitätsrisikoprämie genannt.
5 Aufgrund der Put-Call-Parität entspricht der Ansatz einer Covered-Call-Strategie auf einen Aktienindex
6 Stand 30.11.2024
7 Stand 30.11.2024

Disclaimer
©2024. Alle Rechte vorbehalten. Diese Publikation stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuches dar. Anlageentscheidungen sollten nur auf der Grundlage der aktuellen Verkaufsunterlagen (das Basisinformationsblatt, Verkaufsprospekt, Jahres- und Halbjahresberichte) getroffen werden, die die allein maßgeblichen Vertragsbedingungen enthalten. Historische Wertentwicklungen sind keine Garantie für eine ähnliche Entwicklung in der Zukunft. Diese ist nicht prognostizierbar. Alleinige Grundlage für den Anteilerwerb sind die Verkaufsunterlagen zu den jeweiligen Investmentvermögen, die kostenlos in deutscher Sprache bei Universal Investment sowie im Internet unter www.universal-investment.com erhältlich sind.

Eine Zusammenfassung Ihrer Anlegerrechte in deutscher Sprache finden Sie auf www.universal-investment.com/media/document/Anlegerrechte. Zudem weisen wir darauf hin, dass Universal Investment bei Fonds für die sie als Verwaltungsgesellschaft Vorkehrungen für den Vertrieb der Fondsanteile in anderen EU-Mitgliedstaaten getroffen hat, beschließen kann, diese gemäß Artikel 93a der Richtlinie 2009/65/EG und Artikel 32a der Richtlinie 2011/61/EU, insbesondere also mit Abgabe eines Pauschalangebots zum Rückkauf oder zur Rücknahme sämtlicher entsprechender Anteile, die von Anlegern in dem entsprechenden Mitgliedstaat gehalten werden, aufzuheben.

Weitere Themen

  • Spiekermann Berggipfel
    PARTNER NEWS
    22. Juni 2026

    Mehr als nur Staats- und Unternehmensanleihen: Die Vielfalt des Rentenmarktes

    Gastbeitrag Spiekermann & CO: Der Rentenmarkt geht weit über die traditionellen Staats- und klassischen Unternehmensanleihen hinaus und ermöglicht Anlegern deutlich mehr Freiheitsgrade als landläufig angenommen.
    Mehr erfahren
  • Tungsten Cockpit
    PARTNER NEWS
    22. Juni 2026

    Warum wir auf Return Stacking setzen

    In den letzten Jahren lief das liquide Multi-Asset-Portfolio bemerkenswert rund. Und doch drängen sich drei hartnäckig nagende Fragen auf – bewusst oder unterbewusst.

    Wäre da nicht noch mehr drin gewesen? Die großen Multi-Strategie-Hedge-Fonds beispielsweise liefern seit Jahren Aktienmarktrenditen bei halber Volatilität – sollte sich der eigene Anspruch an Rendite und Risiko nicht eher an diesem Segment orientieren? Wofür aktives Management bezahlen, wenn eine Handvoll ETFs das Gleiche erreicht? Und: Was kommt nach der Schönwetterphase? Angesichts fragiler erscheinender Anleihenmärkte, historisch sportlicher Aktienbewertungen und einer Zentralbankpolitik die an ihre Grenzen stößt – ist man für das wirklich aufgestellt, was noch kommen könnte?

    Mehr erfahren
  • FV Frankfurter Vermögen KI-Hype
    PARTNER NEWS
    22. Juni 2026

    KI-Hype versus Inflationsrisiken: Sicher durch herausfordernde Aktienmärkte

    Jeder Marktteilnehmer, der bereits deutlich länger als 25 Jahre an den Kapitalmärkten tätig ist, wird immer stärker zurückerinnert an die Zeit der „Dot-Com-Blase", so Uwe Eilers, Vorstand Frankfurter Vermögen in seinem Gastbeitrag.
    Mehr erfahren
Nach oben