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„Strenge ESG-Kriterien und überdurchschnittliche Performance schließen sich nicht aus“

Erscheinungsdatum:

20. Juni 2024

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Eine hochflexible Anlagestrategie kombiniert mit einem innovativen Nachhaltigkeitsansatz. Dieser Gedanke steckt hinter dem Publikumsfonds Pax ESG Multi Asset, den die Pax-Bank mit ihrem Partner Verida Asset Management (Verida)

2022 initiiert hat. Doch geht diese Strategie

auf? „Ja“ sagen Gregor Kuhl, Bereichsleiter Asset Management bei der Pax-Bank, und Dr. Björn Borchers, Gründer und Geschäftsführer von Verida Asset Management.


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Gregor Kuhl, Bereichsleiter Asset Management, Pax-Bank
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Dr. Björn Borchers, Gründer und Geschäftsführer Verida Asset Management
ChampionsNews: Herr Kuhl, welche Strategie verfolgen Sie mit dem Pax ESG Multi Asset (ISINs: DE000A3DD903 (AK I) und DE000A3C92R1 (AK R))?

Gregor Kuhl: Der Name sagt es schon. Wir investieren global in unterschiedliche Anlageklassen, vorwiegend aber in einem ausgewogenen Verhältnis in Aktien und Anleihen. Dabei orientiert sich das Portfoliomanagement in seiner Steuerung an einer Aktienquote von 60 Prozent, von der je nach Marktbedingungen in einemgewissen Korridor aktiv abgewichen wird.  Daneben nutzen wir selektiv Zusatzertragsstrategien wie beispielsweise Covered Call Writing bei Aktien mit börsennotierten Optionen. Ziel ist es, eine attraktive jährliche Ausschüttung bei kontrolliertem Risiko zu generieren. Zusätzlich verfügt der Fonds über ein ausgeprägtes Nachhaltigkeitsprofil.

Was kennzeichnet Ihr Nachhaltigkeitskonzept?

Gregor Kuhl: Als christlich-nachhaltige Bank war es uns wichtig, neben dem Umweltthema auch das soziale Profil zu stärken. Daher ruht die Nachhaltigkeitsstrategie des Fonds auf drei Säulen. Zum einen wählen wir Unternehmen mit überdurchschnittlichen ESG-Ratings aus. Hinzu kommen Unternehmen, bei denen die prozentuale Veränderung des ESG-Scores im positiven Bereich liegt sowie Unternehmen, die im oberen Bereich der Social Score Benchmark liegen.

Herr Dr. Borchers, wie stellen Sie sicher, dass die ausgewählten Titel Ihrem nachhaltigen Anspruch gerecht werden?

Dr. Björn Borchers: Die Basis bilden die ethisch-nachhaltigen Ausschlusskriterien der Pax-Bank. Sie berücksichtigen neben umweltbezogenen Aspekten wie Kohleförderung, Massentierhaltung sowie grüne Gentechnik auch soziale Kriterien und Aspekte der Unternehmensführung. Nur Titel, die diesen strengen Filter passieren, kommen in die engere Wahl. Danach erfolgt eine detaillierte Analyse der Unternehmen durch eine von der Verida eigens entwickelten Methodik auf Basis von MSCI ESG Research. Hierbei werden über die angewendeten Ausschlüsse hinaus, die zur Verfügung stehenden Nachhaltigkeitskennziffern je Bereich im Rahmen der Portfoliokonstruktion genutzt, um spezielle Ausprägungen im Sinne der zuvor beschriebenen Drei-Säulen-Strategie zu identifizieren.

Was bedeutet das für die Drei-Säulen-Strategie?

Dr. Björn Borchers: In der ersten Säule – Unternehmen mit einem überdurchschnittlichen Rating – erfolgt die Einstufung auf Basis des aktuellen Nachhaltigkeitsprofils. Hier bevorzugen wir Unternehmen mit AAA, AA und A Rating. In der zweiten Säule möchten wir Unternehmen mit positivem Trend bei den nachhaltigen Kennzahlen und dem Potenzial für Bestnoten identifizieren. Dazu schauen wir uns vor allem die mittelfristige Dynamik an. In der dritten Säule muss der Social-Score im oberen Mittelfeld liegen. Die Strategie stellt einen neuen innovativen Ansatz im Bereich der Nachhaltigkeit dar. Zudem zeigt die historische Analyse, dass diese Methodik eine geringe Korrelation zu klassischen ESG-Strategien aufweist. Sie eignet sich daher aus den beiden genannten Gründen aus unserer Sicht gut als Ergänzung in einem institutionellen Portfolio.

Wie setzt sich das Vermögen konkret zusammen?

Dr. Björn Borchers: Bei der Aktien-Allokation stammen aktuell etwa 75 Prozent von nordamerikanischen Unternehmen, 16 Prozent von europäischen Unternehmen und 9 Prozent aus dem Pazifikraum (Stand 31.05.2024). Die granulare Zusammensetzung mit mehr als 100 Einzeltiteln bietet uns eine hohe Flexibilität und für den Investor eine breite Diversifikation. Bei den Anleihen handelt es sich in der Mehrzahl um europäische Unternehmensanleihen. Der Fokus liegt auf Dividenden und Coupons. Wenn es sich anbietet, mischen wir auch Anleihen aus Emerging Markets sowie High Yields bei.

Gregor Kuhl: Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist die aktive dynamische Steuerung der Aktienquote und insbesondere der Zinsduration, durch die wir gezielt auf die jeweilige Marktsituation eingehen können. Unser Ziel ist eine marktkonforme Performance bei kalkuliertem Risiko und angestrebte jährliche Ausschüttungen von 2,5 Prozent und mehr.

Wie nah sind Sie Ihrem Ziel bislang gekommen?

Gregor Kuhl: Aufgrund der schwierigen Marktsituation zum Fondsstart im Jahr 2022 konnte sich unsere Strategie gleich zu Beginn unter Beweis stellen. Seitdem hat sich die Performance sehr erfreulich entwickelt. Mit einer Jahresperformance von 19,5 Prozent (AK I) lagen wir 2023 über vergleichbaren Marktentwicklungen. Auch 2024 hat sich dies mit 5,75 Prozent (AK I) positiv fortgesetzt, sodass wir seit Fondsstart 2022 insgesamt 22,00 Prozent (AK I) erreichen konnten. Die Ausschüttung in der institutionellen Tranche beträgt 2024 25 Euro je Fondsanteil, was ungefähr den anvisierten 2,5 Prozent entspricht. Damit hat der Pax ESG Multi Asset seit Auflage bewiesen, dass sich eine überdurchschnittliche Performance und intensive Nachhaltigkeit nicht ausschließen.

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